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Andreas Mäder war ein großer Sportsmann
01.12.2008

Mit Bestürzung erfuhr das Team Mathol Racing am vergangenen Donnerstag vom Tod von Andreas Mäder. "Andreas war mit seinem Honda S2000 immer ein Maßstab für uns", sagte Matthias Holle. Mäders Team und Mathol Racing lieferten sich vor allem in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft mit ihren beiden Honda S2000 enge Duelle, die stets fair blieben. "Es war immer ein toller Kampf. Als Motorsportler wünscht man sich einen solch fairen Gegner, wie Andreas einer war."

Matthias Holle und sein ganzes Team bedanken sich für diesen Wettkampf und bedauern den Tod des beliebten Sportlers. Das Mitgefühl gilt der Familie und den engsten Freunden.

Mathol Racing verpasst den Titel denkbar knapp
09.11.2008

„Da geht dem auf dem letzten Kilometer der Sprit aus“, Wolfgang Weber konnte es nicht fassen. 4 Stunden war er an der Seite von Oliver Lembeck und Mario Meier gefahren, hatte extra auf einen Einsatz im Honda S2000GT verzichtet, um seinem Team noch die Titelverteidigung im Honda Civic Cup zu ermöglichen. 4 Stunden war auch alles reibungslos gelaufen, lag der entscheidende Mathol-Civic gegen Ende des Rennens in Schlagdistanz zu Fleper Motorsport.

„Es wäre auf einen Fight auf der Start- und Zielgeraden hinausgelaufen“, Wolfgang Weber hatte das Bild dieses Finals schon vor Augen, als Oliver Lembeck auf der Döttinger Höhe, wenige Kilometer vor dem Ziel plötzlich mit Aussetzern zu kämpfen hatte. Der giftgrüne Civic von Fleper Motorsport zog davon, dabei hätte der Mathol-Honda deutlich vor diesem Auto ins Ziel kommen müssen um seine Chancen auf die Teammeisterschaft für 2008 zu waren. Allerdings wäre auch dann die Mithilfe von anderen Teams nötig gewesen.

Trotz der ersten Enttäuschung zeigte sich Teamchef Matthias Holle als fairer Verlierer: „Ich gratuliere Fleper Motorsport zum Sieg. Und auch den beiden Fahrermeistern Jürgen Nett und Rolf Schütz gebührt großer Respekt für ihre Leistung. Wir haben es leider nicht geschafft unseren Erfolg zu wiederholen.“ Allerdings denkt der Teamchef schon jetzt an die neue Saison. „Im nächsten Jahr werden wir wieder angreifen und wollen dann unseren Titel zurückholen.“

Christoph Lötscher, Dirk Hemmersbach und Rickard Nilsson mussten ihren Honda bereits nach 25 Minuten nach einem Unfall an der Strecke stehen lassen. „Für meinen Speed war die Strecke im Bereich von Metzgesfeld einfach zu schmal“, gab Pilot Hemmersbach seinen Fehler offen zu.

Jetzt geht das Team in die verdiente Winterpause. Der nächste wichtige Termin ist die VLN-Siegerehrung am 17. Januar. In der Zwischenzeit werden die Einsatzfahrzeuge wieder auf Vordermann gebracht und für den Saisonstart im Frühjahr 2009 vorbereitet. Außerdem vergibt Mathol Racing aktuell die letzten Fahrerplätze. „Wir haben glücklicherweise eine hohe Nachfrage, weshalb wir jetzt schon sagen können, dass wir auch 2009 mit allen unseren Civics und dem S2000GT an den Start gehen werden“, erklärt Matthias Holle, der weiteren Interessenten empfiehlt, schnellstmöglich Kontakt mit ihm aufzunehmen.

Ordentliche RCN-Saison beendet
02.11.2008

Mit der Westfalen Trophy ist am 2. November die Saison in der Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) zu Ende gegangen. Mathol Racing gehört seit seiner Gründung zu dieser Serie, die auf der Nürburgring Nordschleife und bei Gaststarts in Spa auf Zeitenjagd geht. Mit insgesamt 21 Fahrern war Mathol Racing in diesem Jahr erneut das größte Team, das dabei war. Insgesamt sieben Fahrzeuge, davon ein Renault Clio, ein Honda S2000GT und fünf Honda Civics, fuhren unter der Flagge von Mathol Racing.

"Für mich zählt aber nicht die Masse, sondern dass unsere Fahrer gute Leistungen bringen und vor allem die Neulinge sich kontinuierlich steigern", erklärt Teamchef Matthias Holle, der im S2000GT, vom Team liebevoll "Emmy" getauft, selbst einige Einsätze bestritt. Die angesprochene Leistungssteigerung konnte Holle bei zahlreichen seiner Fahrer erkennen. Für Tipps nutzte das Team, die Möglichkeit auch mit erfahrenen Beifahrern zu arbeiten, die den Piloten die Ideallinie während der Rennen näher brachten.

Und auch die Ergebnisse in der Saison 2008 können sich sehen lassen: Neun Mal gelang innerhalb der unterschiedlichen Klassen der Sprung aufs Podest. Darunter auch vier Klassensiege des Honda S2000GT des Teamchefs. "Ich bin überglücklich, dass Emmy in der RCN so zuverlässig war", In der VLN konnte der schnelle Honda das nicht immer bestätigen. Platz 38 im Gesamtklassement nach Punkten ist ein zusätzlicher Ansporn für die neue Saison. Schließlich wurden insgesamt 227 Piloten in der RCN gewertet. Ein Platz unter den ersten 50 ist da umso schwerer, wenn die eigenen Klasse nicht ganz so voll ist.

Beim Finale ging Mathol racing noch einmal in die volle und trat mit vier Autos an. Wolfgang Weber startetet als Solist in einem Honda Civic Type R der Vorgängergeneration. Platz 10 in der Klasse war zweitrangig, da es nur um Einstellungen am Auto ging. In den drei neuen Civics wurde zum Finale noch einmal richtig gefightet. Rüdiger Schicht war ebenfalls alleine unterwegs und beendete das Rennen auf Rang 11. Bernd Hähner und Mario Stürmer kämpften gegen ihre Teamkollegen Sebastian Schäfer und Michael Imholz. Mit Platz acht waren sie am Ende nur knapp eine Position vor dem vierten Mathol-Civic.

"Die RCN ist für uns neben der VLN das wichtigste Betätigungsfeld", erklärte Matthias Holle nach dem Rennen, "zum einen können wir so zahlreichen Piloten die Chance bieten auf der schönsten Rennstrecke der Welt zu fahren." Zum anderen werden Motorsportneulinge hier behutsam aufgebaut, um in der VLN oder sogar beim internationalen 24-Stunden-Rennen anzutreten. "Das werden wir auch in der nächsten Saison weiter verfolgen.

Mathol Racing hält die Meisterschaftsentscheidung offen
25.10.2008

Im Honda Civic Cup im Rahmen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft bleibt es bis zum letzten Rennen spannend. Mit dem dritten Rang im vorletzten Lauf sicherten sich auch Oliver Lembeck und Mario Meier im Mathol-Honda noch die Chance zur Meisterschaft. „Wichtig ist, dass wir im letzten Rennen der Saison noch einmal einen drauf legen und gewinnen, dann können wir es schaffen und den Titel verteidigen“, Teamchef Matthias Holle spricht aus, was das ganze Team denkt. Alle sind heiß darauf im Schlussspurt doch noch den Sieg zu holen. Dabei sah es zu Beginn der Saison gar nicht danach aus. „Ich bin stolz auf das ganze Team. Zwischenzeitlich war die Titelverteidigung in weite Ferne gerückt“, direkt nach dem neunten Lauf dankte Holle der Crew und schwor alle auf das Finale ein.

Eine gute Leistung lieferte auch Sebastian Schäfer, der gemeinsam mit Norbert Bermes den zweiten Honda Civic des Teams pilotierte. 2007 war Schäfer noch in der Rundstrecken Challenge auf dem Nürburgring unterwegs. Sein Ziel war das 24-Stunden-Rennen in diesem Jahr. Dafür hatte er auch in der VLN trainiert und das machte ihm so viel Spaß, dass er weitere Einsätze plante. Mit Bermes hat er diesmal einen erfahrenen Hasen an der Seite gehabt. Der war bereits zweimal Meister im Civic-Cup und auch zweimal Vize-Meister. Wer sollte also besser geeignet sein, als er? In der Meisterschaft spielt der zweite Mathol-Civic logischerweise keine Rolle, was auch so geplant war.

Nicht geplant war dagegen der Ausfall des Honda S2000GT. Nach dem Klassensieg vor zwei Wochen, musste Wolfgang Weber den Wagen bereits nach 57 Minuten mit Motorproblemen abstellen. „Ich kann noch nicht genau sagen, was am Motor ist, der war nagelneu“, meinte Matthias Holle. Wie schon vor zwei Wochen kam er nicht zum Einsatz, diesmal aber, weil das Material und nicht die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung machte. Die schnellste Rennrunde innerhalb der Klasse konnte aber niemand dem S2000GT mehr nehmen. Mit 9:22.755 war Weber in der dritten Runde schneller, als kein anderer.

In zwei Wochen, am 9. November, fällt also endgültig die Entscheidung im Civic Cup. Erstmals fährt die Langstreckenmeisterschaft an einem Sonntag. Vielleicht wird es der perfekte Sonntag für Mathol Racing.

Doppelsieg für Mathol Racing
11.10.2008

Der amtierende Meister im Honda Civic Cup greift noch einmal an. Mit dem Klassensieg beim achten Lauf (Rennen Nummer 7) der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft haben Oliver Lembeck und Mario Meier deutlich gezeigt, dass sie noch nicht aufgegeben haben. Zwar liegt die Titelverteidigung aktuell immer noch ein Stück weit entfernt, aber sie ist nicht unmöglich. Und genau diese Hoffnung hat das Duo an diesem Wochenende noch verstärkt.

Dabei sah es am Morgen des Renntages nicht danach aus, als würde sich überhaupt etwas bewegen. Dichter Nebel hing über der Nordschleife. Das Zeittraining musste deutlich verschoben werden. Erst um 11.36 Uhr ließ die Rennleitung das Training starten. Der Nebel hatte sich verzogen und bei spätsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein boten sich perfekte Bedingungen für gute Rundenzeiten. Allerdings musste der Lauf ebenfalls deutlich später gestartet werden, was das Rennen auf gute 3 Stunden verkürzte.

Damit war auch eine ganz andere Taktik gefragt. Theoretisch lässt sich ein 3-Stunden-Rennen mit zwei Tankstopps bestreiten. Doch wenn es knapp über die 3-Stunden-marke geht, wird es eng. Mathol-Racing entschied, zu pokern und gewann. Von Rang drei spülte es das Duo Lembeck/Meier auf das Siegertreppchen. „Mit einem Sieg hatten wir ehrlich gesagt gar nicht mehr gerechnet, aber so macht es natürlich noch mehr Spaß“, meinte Oliver Lembeck freudestrahlend.

Grund zum Grinsen hatte auch Wolfgang Weber. Er startete als Solist im Honda S2000GT da Teamchef Matthias Holle verletzungsbedingt passen musste. Dass der Mathol-S2000 der schnellste S2000 im Feld ist, hat er schon öfters bewiesen. Doch beim achten Lauf der VLN zeigte der weiß-rote Bolide auch die nötige Standfestigkeit. Wolfgang Weber fuhr mit 9:17.753 die deutlich schnellste Runde in der Klasse SP3 und gewann am Ende souverän vor zwei weiteren S2000 der Konkurrenz. „Ich bin wirklich glücklich, dass wir endlich unser gesamtes Potential zeigen konnten“, meinte Teamchef Matthias Holle, der zu gerne selbst am Steuer seines „Babys“ gesessen hätte. In zwei Wochen beim vorletzten Lauf will er wieder ins Lenkrad greifen und den zweiten Sieg in diesem gemeinsam mit Wolfgang Weber herausfahren.

Ergebnisse RCN Lauf 7
04.10.2008

Beim siebten Lauf der Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) trat Mathol Racing mit insgesamt fünf Fahrzeugen an. Hier die Ergebnisse:

Fahrzeug / Nr. Fahrer Platzierung
Civic Typ R (EP3) / 253 W. Weber
12
Civic Type R / 254 E. Schneider
7
Civic Type R / 251 M. Stürmer / M. Imholz
9
Civic Type R / 252 R. Schicht
11
Honda S2000GT / 250 M. Holle
3
Ergebnisse RCN Lauf 6
20.09.2008

Hier die Ergebnisse des sechsten RCN-Laufes:

Fahrzeug / Nr. Fahrer Platzierung
Civic Typ R (EP3) / 253 W. Weber / T. Herbst
11
Civic Type R / 251 D. Hemmersbach / M. Stürmer
6
Civic Type R / 252 B. Hähner / T. Herbst
11
Honda S2000GT / 250 M. Holle
1
Renault Clio RS / 255 T. Nilsson / R. Nilsson
9
Rennabsage nach Diesel-Unfall
13.09.2008
Der siebte Lauf in der BFgoodrich Langstreckenmeisterschaft musste abgesagt werden. Am frühen morgen des Renntages wurde zunächst das Qualifying wegen starken Nebels verschoben. Kurz nachdem es dann gestartet worden war platzte durch einen Unfall bei einem Diesel-BMW der Tank. Der Treibstoff vermischte sich mit Wasser auf der Piste und bildete eine 800 Meter lange, glatte Spur. Die Streckensicherung und die Adenauer Feuerwehr war nicht in der Lage diese Spur zu beseitigen, weshalb das Rennen abgesagt werden musste.
Ergebnisse RCN Lauf 5
16.08.2008

Bei Lauf 5 in der Rundstrecken Challenge Nürnurgring bot sich das gewohnte Bild: Mathol Racing fuhr mit 5 Fahrzeugen. Hier die Ergebnisse:

Fahrzeug / Nr. Fahrer Platzierung
Civic Type R / 251 M. Stürmer / D. Hemmersbach
9
Civic Type R / 254 E. Schneider
3
Civic Type R / 252 T. Herbst / B. Hähner
7
Honda S2000GT M. Holle
1
Renault Clio RS T. Nielsson / R. Nielsson
5
„Das Rennen hat richtig Spaß gemacht“
19.07.2008

Wolfgang Weber sah das 6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hinterher sehr positiv: „Ich hatte einen tollen Kampf mit den amtierenden Meistern. Das Rennen hat richtig Spaß gemacht.“ Über fünfeinhalb Stunden ging es im Honda S2000GT auf der Nürburgring-Nordschleife richtig zur Sache. Auch ein unplanmäßiger Boxenstopp wegen einer grenzwertigen Innenraumbelüftung konnte den weiß-roten Japaner nicht stoppen. „Wir sind sehr zufrieden, dass unser Auto diesmal lange durchgehalten hat“, meinte auch Teamchef Matthias Holle. Einziger Wehrmutstropfen: Kurz vor Ende des Rennens ging der Motor einfach aus. „Wir müssen mal sehen, welches elektronische Bauteil für das Aus gesorgt hat, aber ein paar Stunden später ist das Auto wieder gelaufen, als wäre nichts“, meinte der Teamchef, der mit dem Einsatz des Autos gezeigt hat, dass mit ihm zu rechnen ist. „Wahrscheinlich haben wir einfach vergessen dem S2000GT zu sagen, dass es kein 4-Stunden-Rennen ist und nach fünfeinhalb Stunden meinte er dann, jetzt müsste mal Schluss ein“, sagte Holle schmunzelnd.

Weniger Glücklich waren die Piloten der beiden Honda Civic Type R. Mathol-Racing wollte als amtierender Meister der Honda-Wertung den Anschluss zur Spitze halten und vor allem mit dem gut platzierten Auto von Oliver Lembeck, Christian Kosbu und Mario Meier wieder die Spitze erobern. Mit einem guten Qualifying und sehr schnellen Runden im Rennen zeigte das Trio auch zunächst die Leistung, die zum Klassensieg nötig war. Doch in der 18. Runde verlor Oliver Lembeck kurzzeitig die Kontrolle über den Civic und schlug mit der hinteren rechten Seite in die Leitplanke ein. Zwar konnte Lembeck noch zurück an die Box fahren, doch die Hinterachse war krumm und das Rennen beendet. Zwar wäre das Auto noch fahrbar gewesen, doch dazu hätten einige Achsteile ausgetauscht werden müssen. „Der Fahrer muss die nötige Sicherehit haben, um mit Vollgas durch die Fuchsröhre fahren zu können“, sagte Matthias Holle.

Mit Norbert Bermes, Jacobus Bartels und erneut Mario Meier hatte Mathol Racing noch ein zweites Eisen im Feuer. Kurz vor dem Start entschied das Team trotz leichten Nieselregens Slicks aufzuziehen. Allerdings musste der Civic, wie rund 30 andere Autos auch, aus der Box dem Feld hinterher jagen. Nach wenigen Runden hatte er die Spitze der Civics erreicht und kämpfte ganz vorne in der Klasse mit. Bis nach 22 Runden auf Platz zwei liegend Vibrationen am rechten Vorderrad Mario Meier zu langsamer Fahrt zwangen. Der erfahrene Pilot und KFZ-Meister nutzte eine Rettungstasche an der Strecke, um kurz zu stoppen und das Auto auf einen Schaden zu untersuchen. Dabei entdeckte er zwei abgerissene Radbolzen vorne rechts. „Damit kann man nicht weiterfahren. Das Risiko ist viel zu groß, ein Rad zu verlieren und dann einzuschlagen“, Teamchef Matthias Holle steht absolut hinter Meiers Entscheidung, aus Sicherheitsgründen das Rennen zu beenden. Vor dem nächsten Einsatz muss mit dem Hersteller geklärt werden, warum die Radbolzen abrissen.

Jetzt geht das Team erst einmal in die Sommerpause. Erst am 13. September startet der nächste Lauf in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. „Das Team hat in diesem Jahr schon eine wirklich gute Leistung abgeliefert und sich die Pause redlich verdient“, lobt der Teamchef, der die Unterbrechung auch dazu nutzen will, den Honda S2000GT weiter zu verbessern.

Mathol Racing mit erstem Streichergebnis der Saison
05.07.2008
„Manchmal hat man halt Pech“, Matthias Holle, Teamchef von Mathol Racing, sah den Ausfall des Honda Civic Type R relativ gelassen. Der amtierende Meister kam mit seinem Honda Civic beim fünften Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft nicht ins Ziel. Oliver Lembeck, Christian Kosbu und Mario Meier mussten ihren Boliden nach gut eineinhalb Stunden mit Getriebeschaden in der Box abstellen.

„Wir haben in der Saison zwei Streichergebnisse, eins davon haben wir jetzt aufgebraucht“, Holle weiß, dass in der Meisterschaft weiterhin der Sieg möglich ist. Denn bis zum fünften Lauf lag das Team in der Punktewertung knapp in Führung. Und auch jetzt ist nach Abzug eines Ergebnisses der Abstand des zweitplatzierten Teams Mathol Racing zu Platz eins nur gering. Außerdem schieden die ärgsten Konkurrenten im Fünften Lauf ebenfalls aus. „Bis zum Ausfall waren wir ganz vorne mit dabei und waren in Schlagdistanz zum Sieg“, was den Teamchef für den nächsten Lauf positiv stimmt. Bis zum 6-Stunden-Rennen in zwei Wochen wird der Civic wieder voll einsatzbereit sein und erneut zum Angriff blasen.

Neben dem Meisterschaftsanwärter trat beim fünften Lauf auch der Honda S2000 GT wieder an. Der in der Rundstrecken Challenge so erfolgreiche Renner scheint eine Aversion gegen die Langstrecke zu haben. „Ich weiß auch nicht, was los ist, aber in diesem Jahr ist hier der Wurm drin“, meint Holle, der aber nicht aufgibt. Schließlich ist „Emmy“ meist Schnellster in der Klasse. Auch jetzt war der flache Japaner wieder mit Abstand bei den Rundenzeiten ganz vorne. Während die Konkurrenz keine Chance hatte unter 9 Minuten und 20 Sekunden zu kommen, markierte Wolfgang Weber im Mathol-S2000 mit 9:18.522 die Tagesbestzeit der Klasse.

„Das Auto läuft genauso, wie ich mir das vorstelle“, strahlte Weber beim Boxenstopp. Allerdings nur bis zur Hälfte des Rennens. Dann gab es kleine Probleme mit der Motoreinspritzung. Um keinen Motorschaden zu riskieren nahm das Team den Boliden aus dem Rennen. „Wir haben im rennen nicht die Ruhe, um nach dem Fehler zu suchen, das machen wir lieber in der heimischen Werkstatt“, kommentierte Matthias Holle die Entscheidung. Vor dem 6-Stunden-Rennen wollte das Team kein Risiko eingehen.

Mit der Leistung beider Autos kann der Teamchef trotz des Doppelausfalls zufrieden sein. Beim nächsten Lauf gelten beide Autos als Anwärter auf den Klassensieg.

Unabhängig vom nächsten Renneinsatz gibt es eine kleine Änderung in der Boxencrew. Silke Münch, die bisher die Zeitnahme koordiniert hat wird in Kürze Mutter und fällt daher für den Rest der Saison aus. Das ganze Team hofft, dass bald ein gesunder, junger Motorsportfan im Hause Münch heranwächst. Stefan Stomberg übernimmt die Mutterschaftsvertretung. „Bei seinem ersten Einsatz am Wochenende hat er wirklich schon sehr gute Arbeit geleistet“, lobte Matthias Holle.

Ergebnisse RCN Lauf 4 in Spa
22.06.2008

Nur einen Tag nach der VLN kam die nächste Herausforderung für Mathol Racing in der RCN. Diesmal auf der berühmt-berüchtigten Rennstrecke im belgischen Spa. Hier die Ergebnisse:

Fahrzeug / Nr. Fahrer Platzierung
Civic Typ R / 252 R. Köllges
nicht gew.
Civic Type R / 251 W. Prämaßing / M. Stürmer
3
Honda S2000GT M. Holle
nicht gew.
Renault Clio RS T. Nielsson / R. Nielsson
9
Rang zwei für Mathol Racing
21.06.2008

Nach dem erfolgreichen 24-Stunden-Rennen bewiesen Oliver Lembeck, Christian Kosbu und Mario Meier erneut ihre Stärke und belegten beim vierten Lauf der VLN Rang zwei im Honda Civic Cup. Gerade einmal 24 Sekunden trennte das Trio vom siegreichen Fleper-Honda.

Platz sieben in der Civic-Klasse holten sich zudem Michael Juul und Nicole Müllenmeister, Juul war beim 24-Stunden-Rennen erstmals für Mathol-Racing unterwegs und wollte die Chance nutzen wieder für den Rennstall zu fahren.

Pech dagegen erneut für Teamchef Matthias Holle und Wolfgang Weber, die im Honda S2000Gt nicht ins Ziel kamen.

24 Stunden - ein "Höllentrip"
25.05.2008

16 Fahrer, drei Civics und ein Honda S2000GT im Rennen - bei den 24-Stunden wurde das Team von Mathol Racing bereits im Training durch einen Unfall dezimiert. Eigentlich sollten fünf Civics an den Start gehen, doch nach dem Crash durfte die Mannschaft kein Ersatzauto anmelden, da schon Gesamt mehr Fahrzeuge gemeldet waren, als zum rennen zugelassen wurden. Somit musste das Honda-Juniorteam bereits vor dem Start die Segel streichen.

Kein Grund, für einen der größten Rennställe bei diesem Megevent, aufzugeben. Schließlich wollten vor allem Oliver Lembeck, Christian Kosbu, Mario Meier und Norbert Bermes Punkte für den Honda Civic Cup sammeln. Wie üblich bringt das 24-Stunden-Rennen doppelte Zähler für die Meisterschaft, die sonst in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft ausgetragen wird. Rang vier innerhalb der Civics trotz ein paar Schwierigkeiten war der verdiente Lohn für das Quartett.

Dagegen kamen Sebastian Schäfer, Christian Eichner, Michael Imholz und Lothar Diedrich zwar ins Ziel aber nicht in die Wertung. Unfallbedingt schraubte die Crew lange an dem Civic, bevor er wieder auf die Piste gehen konnte. Mit 70 gefahrenen Runden wurde das Team dann aber aus der Wertung ausgeschlossen. Trotzdem waren die vier zufrieden. Schließlich hatten sie nach anstrengenden 24 Stunden die Zielflagge gesehen.

Das schafften auch Sven Kurtenbach, Mike Juul, Carsten Dreeses und Achim Dürr im Vorgänger-Civic. Mit deutlichem Leistungsdefizit mussten die vier in der Klasse SP3 antreten. Bereits vorher war klar, dass hier die starken Honda S2000 den Ton angeben würden. Doch die vier Mathol-Piloten wollten mit persönlichen guten Zeiten das komplette Rennen durchfahren, was am Ende mit Rang 9 in der Klasse belohnt wurde.

Ebenfalls in der SP3 unterwegs, aber vom Pech verfolgt, war der Honda S2000GT. Schon im Training zeigten sich Probleme am Motor, der vorsichtshalber getauscht wurde. Im Rennen lief das Flaggschiff im Hause Mathol-Racing dann zunächst richtig schnell. Bis Minute 54. Dann gab auch das neue Aggregat den Geist auf und der S2000GT war einer der ersten, die frühzeitig in der Box verschwanden.

"Wir hatten etwas Pech mit dem S2000GT", meinte Teamchef Matthias Holle, der in diesem Auto selbst mitfahren wollte, "für die Mannschaft um Oliver Lembeck und Norbert Bermes freut es mich aber umso mehr, dass sie viele Punkte für die Civic-Meisterschaft sammeln konnten." Alles in allem sind immerhin vier von fünf Fahrzeugen ins Ziel gekommen und drei davon in der Wertung. Damit konnte Mathol Racing das 24-Stunden 2008 als erfolgreich abschließen.

Mathol Racing ganz vorne in der Rundstrecken Challenge
22.05.2008

Triumph und Pech liegen oft nur ganz knapp nebeneinander. Mathol Racing musste beim 3. RCN-Lauf auf dem Nürburgring im Rahmen der internationalen 24-Stunden gleich beides erleben. Denn während der Honda S2000GT unbeirrt einen Klassensieg und Gesamtrang zwei einstrich, wurde ein Civic Type R des Rennstalls in einen heftigen Unfall verwickelt.

Matthias Holle und Wolfgang Weber wollten das Rennen zu nutzen, um den Honda S2000GT einem letzten Härtetest vor dem 24-Stunden-Rennen zu unterziehen. „Das ist für uns aber kein Test. Wir nehmen das Rennen sehr ernst. Schließlich geht es auch um Punkte für die RCN-Wertung“, meinte Teamchef Matthias Holle vor dem Lauf. Was folgte war eine Demonstration der Stärke des Autos und seiner beiden Piloten. Lange Zeit lag das Duo in Front, eh es vom Alzen-Porsche doch noch abgefangen wurde. In der Klasse SP3 gab es aber einen souveränen Sieg.

Ebenfalls in dieser Klasse unterwegs waren die vier Honda Civic Type R von Mathol Racing. Mike Juul stieg gemeinsam mit S2000 Pilot Wolfgang Weber ins Cockpit. Da es eine relativ lange Tankpause in der RCN gibt, war der Doppeleinsatz für Weber kein Problem. Für Juul stand vor allem Lernen auf dem Programm. „Mike hat seine Sache gut gemacht. Er hat das Auto heil gelassen und steigert sich Stück für Stück“, lobte der Teamchef. Platz 16 in der Klasse war da zweitrangig.

Als Solist wagte sich Michael Imholz ins Rennen. Der Düsseldorfer hat schon deutlich mehr Erfahrung aus dem vergangenen Jahr und entsprechend schnell war er auch unterwegs. Sein Problem: als Solist sammelte er ein wenig zu viele Strafpunkte, dagegen stimmten die Rundenzeiten den Teamchef positiv. Rang acht in der rappelvollen Klasse SP3 war die Konsequenz. Weniger Strafpunkte und ebenfalls schnelle Rundenzeiten lieferten Mario Stürmer und Dirk Cohaus. Entsprechend besser war auch das Resultat mit Platz sechs.

Überschattet wurde der Lauf von einem schweren Unfall, in den auch der schnellste Civic von Mathol Racing involviert war. Thomas Herbst saß am Steuer, als er gemeinsam mit einem Konkurrenten kurz vor dem Streckenabschnitt Bergwerk unterwegs war. Hinter einer Kurve wurde gerade ein Renault Clio abgeschleppt. Herbst bremste ab, um auszuweichen, doch als er auf Höhe seines Konkurrenten war, scherte der aus. Herbst wich nach rechts aus – nicht nur auf der Straße, sondern bis in die Wiese – wurde trotzdem getroffen und war dann nur noch Passagier. Unglücklicherweise krachte der Civic in den am Haken hängenden Clio. Dessen Fahrer wurde bei dem Aufprall schwer am Kopf verletzt. Thomas Herbst kam mit leichten Blessuren davon.

„Ich mache niemandem einen Vorwurf“, sagte Matthias Holle nachdem der Lauf abgebrochen worden war, „die Onboard-Kamera zeigt eindeutig, dass weder Thomas, noch sein Gegner eine Schuld trifft.“ Wieso der gegnerischen Wagen rüber zog ist zwar unklar, aber wahrscheinlich hat der Fahrer den Mathol-Civic einfach nicht gesehen. Offen blieb aber die Frage, warum die Streckensicherung den verunfallten Clio nicht einfach in eine Rettungstasche gezogen hatte. „Das muss jetzt noch geklärt werden“, sagte Holle. Die Rennleitung, Polizei und Staatsanwaltschaft stufte den Unfall als normalen Rennunfall ein und stellte jegliche Ermittlungen nach Einsicht aller Kameraaufnahmen ein.

Das Team steht im ständigen Kontakt mit dem Krankenhaus. Dort kam inzwischen die Information, dass der schwer verletzte Fahrer die Intensivstation verlassen konnte. Laut Jörg Ufer, Pressesprecher der RCN, wird der Clio-Fahrer wieder vollständig gesund werden. „Wenn es möglich ist, wollen wir mit einigen Leuten aus dem Team auch ins Krankenhaus fahren und persönlich Gute Besserung wünschen“, versprach Matthias Holle.

Mathol Racing kommt mit fünf Hondas
19.05.2008

24 Stunden Rennen fahren, 25 Kilometer Rennstrecke, 200.000 Fans – die nackten Zahlen des größten und längsten Rennens auf dem Nürburgring sind schon beeindruckend. Wenn es um Superlative geht, ist diese Veranstaltung kaum zu toppen. Der Rennstall Mathol Racing bringt zudem noch ein paar weitere beeindruckende Zahlen selbst mit an die Strecke. Das Team um Chef Matthias Holle setzt fünf Hondas ein – so viele, wie kein anderer Rennstall. Drei neue Honda Civics Type R, ein Vorgängermodell des Civics und einen Honda S2000GT. Insgesamt 20 Fahrer sind für das Team im Einsatz – da muss die Logistik und die Koordination schon perfekt abgestimmt sein.

Das schnellste Pferd im Stall ist der Honda S2000GT, vom Team einfach nur „Emmy“ genannt. Hier sitzt auch der Teamchef selbst mit am Steuer. Ihm zur Seite stehen der Stammfahrer Wolfgang Weber, Rallyeass Uwe Nittel und der Nordschleifenkenner Norbert Bermes. „Ich denke wir haben eine schlagkräftige Truppe auf Emmy zusammen“ sagt der Teamchef selbstbewusst, „die Einsätze in der BFGoodrich Langstrecken Meisterschaft haben gezeigt, dass wir zu den Schnellsten in unserer Klasse gehören.“ Das erste Ziel heißt natürlich: ankommen. Doch wenn das klappt, will das Quartett auch die Klasse gewinnen.

Das wollen auch Oliver Lembeck, Christian Kosbu, Mario Meier und erneut Norbert Bermes auf „Kitty“. Der Honda Civic Type R ist ebenfalls stark besetzt. Bermes, der bei Mathol Racing nicht seinen ersten Doppeleinsatz in einem 24-Stunden-Rennen fährt, hat 2005 den Civic Cup in der Langstreckenmeisterschaft gewonnen. Mathol Racing ist in dieser Wertung amtierender Meister. Oliver Lembeck hat im vergangenen Jahr einiges dazu beigetragen, dass der Titel geholt werden konnte. Mit Kosbu und Meier sind zwei Civic-Neulinge dabei, die aber schon gezeigt haben, wie schnell sie sind.

Nicht ganz so große Ziele haben die Fahrer des nächsten Civic Type R – besser bekannt als „Funny“. Michael Imholz, Doc Chris und Sebastian Schäfer haben sich über ein Jahr auf das 24-Stunden-Rennen vorbereitet. Die drei Anwälte sind in der Rundstrecken Challenge gestartet und haben dann ihr Training in der Langstrecken Meisterschaft intensiviert. Für sie ist das große Ziel unfallfrei durchzufahren und am Sonntagmittag kurz nach 15.00 Uhr das Ziel zu erreichen. Ihnen zur Seite steht Lothar Diederich.

Prominenten Zuwachs bekommt Mathol Racing durch das VLN-Honda-Junior Team. Jorge Altmann, Christian Caron, Marleen Seilheimer und Dominic Scheib fahren unter Nennung und Betreuung der amtierenden Civic-Cup-Meister. Entsprechend wurde ihr Auto auch „Junior“ getauft. Wie sich das Quartett schlägt, bleibt abzuwarten. Aber wenn alles wunschgemäß verläuft, kommen die vier unter den ersten drei der Klasse ins Ziel. Ganz nebenbei ist Jorge Altmann der erste Fahrer aus Costa Rica, der die 24 Stunden auf dem Ring in Angriff nimmt.

Fehlt nurnoch die Mannschaft für Tiger II – das Vorgängermodell des Honda Civic Type R. Für die vier Piloten ist auch Ankommen das oberste Ziel. „So ein 24-Stunden-Rennen ist hart für Fahrer und Technik“, weiß Teamchef Matthias Holle. Ausfälle sind auch bei bester Vorbereitung immer möglich, sei es durch ein Problem am Auto oder nur durch eine Unachtsamkeit eines Konkurrenten. Schließlich sind beim Start 230 Autos auf der Strecke. Das schreckt Sven Kurtenbach, Michael Juul, Carsten Dreses und Achim Dürr aber nicht ab. Im Gegenteil. Sie wollen nicht nur ankommen, sondern innerhalb ihrer Klasse einen Platz zwischen 3 und 5 erreichen. „Das sind alles realistische Ziele. Hoffen wir, dass wir das auch mit allen Autos schaffen“, sagt Teamchef Matthias Holle.

Mathol Racing hält Rang 2 im Civic Cup
10.05.2008

Der dritte Lauf in der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft (VLN) war zugleich der letzte Test vor dem 24-Stunden-Rennen. Doch wo andere ihre Autos schonen kommt Mathol Racing mit vier Fahrzeugen an den Start: Der Honda S2000 GT, ein alter Honda Civic und zwei neue Civics brachte das Team zum Rennen vor dem großen Showdown in der Eifel. „Wir wollen zum Einen unsere Autos auch heil durchs Rennen bringen, um in zwei Wochen voll angreifen zu können. Im Honda Civic Cup wollen wir als amtierende Meister aber auch eine ordentliche Leistung abliefern“, meinte Teamchef Matthias Holle vor dem Lauf.

Mit Oliver Lembeck und Christian Kosbu saßen zwei erfahrene Piloten am Steuer des schnellsten Mathol-Civics. Nach einem ordentlichen Training folgte dann das Pech beim Start in die Einführungsrunde. Der Motor weigerte sich beharrlich anzuspringen. Die Folge: kurze Reparatur in der Box, Start aus der Boxengasse und eine Minute Zeitstrafe wegen der verpassten Einführungsrunde. „Das steckt man halt nicht drin, aber nach dem Defekt am Start ist der Honda einwandfrei gelaufen“, Matthias Holle war mit der Leistung der beiden Fahrer zufrieden. Mit Zeiten unter 10:10 Minuten stimmte auch das Tempo. „Im Cup kann man nach so einem Start aber nicht mehr viel holen.“ Mit Platz acht betrieb das Team aber noch Schadensbegrenzung und hielt Platz zwei in der Tabelle.

Zwei Plätze dahinter aber mit ganz anderen Vorzeichen gestartet, kamen Sebastian Schäfer und "Doc Chris" ins Ziel. Die beiden sind im vergangenen Jahr noch in der Rundstrecken Challenge (RCN) gefahren und gehen in ihre erste VLN-Saison. Für das Duo steht also erst einmal Lernen im Konzert der Großen auf dem Programm. „Christian und Sebastian haben ihre Sache sehr gut gemacht. Das Fahrerfeld ist in der VLN ein ganz anderes als in der RCN.“ Durchfahren war die Vorgabe, die die beiden gut umsetzten.

Für Begeisterung sorgte im Team der Einsatz des älteren Honda Civic Type R. In der Klasse SP3 - eine der stärksten Klassen - an den Start gegangen, rechnete das Team nicht mit einem Platz unter den Top 5. Doch Michael Juul und Mario Meier belehrten Teamchef und Crew eines besseren. Platz vier und gute Rundenzeiten standen am Ende des Laufes auf dem Tableau. „Das ist schon toll mit einem fast seriennahen Fahrzeug in dieser Klasse so weit vor zu fahren“, lobte auch Chefmechaniker Christoph Breunig das Duo.

Ebenfalls in der SP3 gingen Matthias Holle und Wolfgang Weber an den Start. Schon im Training hatten die beiden gezeigt, dass sie es wissen wollten. Startplatz zwei mit 9:19.735 war das erste Ausrufungszeichen des Honda S2000 GT. Im Rennen brannten die beiden dann auch mit 9:31.340 Minuten die schnellste Rennrunde in dieser Klasse in den Asphalt. „Leider gab es nach dem Boxenstopp kleine Aussetzer“, um nichts zu riskieren nahm Matthias Holle das Auto aus dem Rennen. So kurz vor dem 24-Stunden-Rennen wollte er sich keinen größeren Schaden einfangen. „Wir werden in den nächsten Tagen noch einmal testen und uns dann voll auf den Saisonhöhepunkt konzentrieren“, gab der Teamchef die Marschroute für die nächsten Tage aus.

Ein Novum der besonderen Art gab es hinter den Boxen. Erstmals nutzte Mathol Racing die Möglichkeit einen eigenen Physiotherapeuten einzusetzen. „Beim 24-Stunden-Rennen ist das bei uns Standard“, Matthias Holle weiß, wie wichtig die gesundheitliche Betreuung an der Strecke ist. Die Fahrer freuten sich, auch beim VLN-Rennen ein bisschen Entspannung durch Massagen zu bekommen. „Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, das wir ihn bei einem 4-Stunden-Rennen einsetzen“, für den Teamchef hat sich dieser Einsatz ebenfalls gelohnt.

Schwarzes Wochenende für Mathol Racing
26.04.2008

Es gibt Tage, an denen bleibt man am besten zu Hause, im Bett und lässt den Tag einfach Tag sein. So fühlte sich zumindest Teamchef Matthias Holle nach dem zweiten Lauf in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. Auf dem Papier ist das Ergebnis nicht ganz so tragisch, aber der Rennverlauf spricht eine ganz andere Sprache.

Dabei hatte es im freien Training eigentlich noch sehr gut ausgesehen. Der Honda S2000GT von Matthias Holle und Wolfgang Weber lief wie ein Uhrwerk. Runde um Runde konnten die beiden Testkilometer absolvieren ohne jegliche Probleme. Auch die beiden Honda Civics Type R machten keine Probleme. „Wir waren richtig zufrieden. Manchmal gibt es ja kleine Problemchen im freien Training, die man dann Abends oder vielleicht auch noch nachts lösen kann, aber diesmal war in unserer Box früh das Licht aus, ein gutes Zeichen“, meinte der Teamchef gelöst.

Das änderte sich im Zeittraining schlagartig. Nach wenigen Runden war das Wochenende für Sebastian Schäfer, "Doc Chris" und Michael Imholz gelaufen. Der Motor war deutlich überhitzt. „Motorschaden, da geht nichts mehr“, war die knappe und traurige Meldung der Techniker. Die Enttäuschung war groß. Schließlich wollten die drei ihren ersten VLN-Lauf bestreiten. Bisher waren sie nur in der Rundstrecken Challenge unterwegs gewesen. Ihr Ziel: das 24-Stunden-Rennen 2008. Im großen Feld der VLN wollten sie sich intensiv an das Saisonhighlight heranpirschen.

Zufriedenheit dagegen bei Oliver Lembeck, Christian Kosbu und Mario Meier. Die drei Piloten lagen nach dem Zeittraining auf Rang vier in der Honda Cup Klasse. Weniger als zwei Sekunden hinter dem schnellsten Civic. „Im Rennen greifen wir an“, gab der Teamchef die Parole aus. Und das machte das Trio auch eindrucksvoll. Lembeck, Kosbu und Meier hängten sich am Start in den Windschatten der Konkurrenz und lieferten den Zuschaueren rund um die Nordschleife einen packenden Kampf. Sie machten sich daran die Führung zu übernehmen und legten Runde für Runde Zeit zwischen sich und die anderen Civics. Kurz vor Rennende lagen die drei mit deutlichem Abstand in Front. Bis auf den letzten Kilometern in der letzten Runde das Auto plötzlich Aussetzer bekam. Das Team musste es langsam angehen lassen. Besonders bitte: auf der Döttinger Höhe zogen zwei Gegner wieder vorbei. Mit knappen 15 Sekunden Rückstand auf Platz zwei und 25 Sekunden auf die späteren Sieger wurde Mathol Racing als dritter abgewinkt. Doch die Fahrer fühlten sich als große Verlierer. Warum das Auto die Aussetzer bekam, klärte sich hinterher: Kosbu hatte im letzten Stint einen zu hohen Spritverbraucht. Der Tank war auf den letzten drei Kilometern fast leer.

Eine hervorragende Leistung lieferte auch der Honda S2000GT ab. Matthias Holle und Wolfgang Weber gingen von Rang drei in der Klasse SP3 ins Rennen. Und das obwohl ein Defekt der Benzinpumpe das Qualifying früher als geplant beendete. Vom Start des Rennens weg zeigte die weiß-rote Japan-Flunder dann aber so richtig, was sie drauf hatte. Mit 9:19.506 Minuten brannte sie die schnellste Zeit der Klasse in den Asphalt. Das Duo Holle, Weber hätte den Klassensieg holen können. Hätte, wäre nicht der Motor kaputt gegangen. „Der Motor hat richtig geklingelt, wegen der miserablen Spritqualität, die zwar innerhalb der Normen, aber am untersten Ende liegt“, meinte der Teamchef sauer. Bei Tests mit mitgebrachtem Benzin mit 98 Oktan hatte das Team noch nie Probleme. „Die Qualität des Hausanbieters hier am Ring lässt aber zu wünschen übrig.“
Ergebnisse RCN Lauf 2
19.04.2008

Nach dem vielversprechenden Start in die Rundstrecken Challenge vor zwei Wochen rollte Mathol Racing diesmal erstmal mit sechs Fahrzeugen an. Hier die Ergebnisse:

Fahrzeug / Nr. Fahrer Platzierung
Civic Typ R (EP3) / 254 T. / W. Nawotka
7
Civic Type R / 253 M. Imholz / S. Schäfer
Unfall
Civic Type R / 251 D. Cohausz / M. Stürmer
6
Civic Type R / 252 B. Hähner / C. Eichner
4
Honda S2000GT M. Holle
nicht gew.
Renault Clio RS T. Nielsson
11
Der Meister ist wieder vorne dabei
12.04.2008
Mathol-Racing hat zum Auftakt der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft 2008 eindrucksvoll gezeigt, warum das Team im letzten Jahr Meister im Honda Civic Type R Cup wurde. Oliver Lembeck, Christian Kosbu und Mario Meier belegten nach einem teilweise chaotischen Rennen verdient Rang zwei, knapp hinter den Klassensiegern. “Wir haben aus dem Wochenende das Beste rausgeholt, was möglich war“, meinte Teamchef Matthias Holle.
 
Während Stammpilot Oliver Lembeck den Honda Civic Type R bestens kennt, mussten sich die Neulinge Christian Kosbu und Mario Meier erst an den neuen Einsatzwagen gewöhnen. “Sie haben sich wirklich gut geschlagen und waren von Anfang an sehr schnell unterwegs“, sagte der Teamchef. Er hatte gehofft, beim ersten Saisonlauf direkt vorne dabei zu sein.
 
Schade war aus Sicht von Mathol Racing der Ausschluss des zweiten Civiv Type R. Sebastian Schäfer und Michael Imholz hatten im vergangenen Jahr das Auto in der Rundstrecken Challenge eingesetzt. Jetzt sollte der erste VLN-Lauf kommen. Für beide sollte es ein erster Test in dieser Klasse sein, bei dem sie sich zurückhalten wollten. Da aber deutlich mehr Fahrzeuge genannt waren, als mitfahren durften, musste die Rennleitung 20 Autos nach dem Zeittraining aus dem Rennen nehmen. Man entschied sich dazu, die langsamsten der jeweiligen Klassen nicht am Rennen teilnehmen zu lassen. “Das ist schon sehr ärgerlich“, sagte Matthias Holle, “zumal dann später ausgeschlossene Autos doch im Rennen waren.“
 
Der Teamchef selbst pilotierte wieder seinen Honda S2000GT. In etlichen Tests über den Winter wurde das weiß-rote Geschoss optimiert und auf Herz und Nieren geprüft. Holles Teamkollege Wolfgang Weber gab ganz klar die Zielvorgabe: “Wir wollen die Klasse SP3 gewinnen.“ Im Zeittraining war das Duo Holle/Weber von diesem Ziel nur 2,347 Sekunden entfernt. Das war der Rückstand auf die Trainingsschnellsten in einem Audi R4. Die Honda S2000-Konkurrenten Mäder/Renger reihten sich knapp hinter dem Mathol-Renner ein.
 
Doch das Rennen dauerte für den Honda S2000GT nicht lange. Das Rad hinten links löste sich. Allerdings war nicht nur die Schraube locker, sondern der Zentralverschluss defekt. Da das Team nichts riskieren wollte, wurde der Wagen frühzeitig eingeladen. “Wir müssen jetzt erst einmal in der Werkstatt überprüfen, welchen Defekt der Verschluss genau hat. Schließlich wollen wir nicht bei Topspeed einen Reifen verlieren“, der Teamchef ist sich sicher, beim nächsten Lauf wieder ein schlagkräftiges Auto fahren zu können.
Ergebnisse RCN Lauf 1 / Saisonstart
05.04.2008

Anfang April geht die Rennsaison endlich los. Zum Start gab es direkt mal die Plätze 1, 2 und 3. Hier die ersten Ergebnisse:

Fahrzeug / Nr. Fahrer Platzierung
Civic Typ / 253 M. Meier
3
Civic Type R / 251 M. / C. Kosbu
2
Civic Type R / 252 W. Weber
6
Honda S2000GT M. Holle
1
 

Saisonabschluss mit Vorbereitung auf 2008

Mit zwei dritten und einem vierten Rang hat sich Mathol Racing aus der Saison 2007 verabschiedet. Das motorsportliche Finale war im Rahmen der Rundstrecken Challenge auf dem Nürburgring. Mathol Racing schickte alle drei Honda Civic Type R ins Rennen. „Es ist auch schon ein erster Test für die nächste Saison“, meinte Teamchef Matthias Holle.

Denn am Steuer der beiden in der Klasse 8 gestarteten Hondas saßen mit Thomas Herbst (Großbettlingen) und Bernd Hähner (Baunatal) zwei Fahrer am Steuer, die erst im nächsten Jahr bei Mathol Racing richtig durchstarten wollen. „Wir haben den letzten Lauf des Jahres genutzt, um den beiden einen erfahrenen Mann zur Seite zu stellen“, erklärte Matthias Holle. Beide fuhren jeweils eine Rennhälfte mit dem Nordschleifen-Kenner Wolfgang Weber (Vilshofen). Er gab den beiden Fahrern wertvolle Tipps, die sie sofort unter Rennbedingungen umsetzen konnten.

In der Klasse 18_SP3 ging der Stammfahrer Michael Imholz gemeinsam mit Dirk Cohausz (beide Düsseldorf) an den Start. Imholz gelang erneut das Kunststück, die erste Runde auf die Sekunde genau mit der zweiten Runde zu bestätigen. „Michael hat in dieser Saison viel gelernt und ist auf dem richtigen Weg. Auch seine schnellen Rundenzeiten wurden von Rennen zu Rennen besser“, lobte Holle den Motorsport-Neuling.

Mit der RCN-Saison war der Teamchef ebenfalls hoch zufrieden. „Wir haben von Anfang an nicht auf die Ergebnisse geschaut, weil wir ein ganz anderes Ziel verfolgt haben. Wir wollten neue Fahrer aufbauen und auf der Nordschleife zu echten Rennfahrern machen. Ich denke, dass haben wir auch geschafft.“ Vier der neuen Fahrer werden voraussichtlich beim 24-Stunden-Rennen 2008 an den Start gehen. Bei Mathol Racing haben diese vier genau das gefunden, was sie suchten: Training unter Rennbedingungen mit erfahrenen Rennfahrern.

Mit dem Meistertitel im Civic Cup in der Langstreckenmeisterschaft und mit hoch zufriedenen Fahrern in der Rundstrecken Challenge verabschiedet sich Mathol Racing aus seiner ersten kompletten Saison. Dass sie so erfolgreich sein würde, hätte vorher keiner erwartet. Jetzt beginnen die Planungen für die Saison 2008. „Ich möchte mich vor allem bei unseren Fahrern und Sponsoren für die tolle Saison bedanken“, sagt Matthias Holle hoch zufrieden.

Mathol-Racing ist Civic-Meister 2007

Mit den Plätzen 2 und 3 im letzten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft hat das Team Mathol Racing den Sieg im internen Honda Civic Cup perfekt gemacht. Zum Finale hatte das Team gleich vier Autos an den Start gebracht. Neben drei Civics der 2007er Generation war mit dem liebevoll getauften „Tiger II“ auch ein Vorjahres-Civic mit am Nürburgring.

Doch Tiger II kam nicht über das Qualifying hinaus. „Am Ende der Döttinger Höhe hatte der Wagen einen Motorschaden“, meinte Teamchef Matthias Holle. Dadurch kam Öl auf heiße Teile des Motors. Binnen Sekunden setzte das Auto das schicke Flammendesign in die Tat um und stand in Flammen. Glücklicherweise blieb der Fahrer unverletzt.

„Das ist das einzig negative an diesem Wochenende“, meinte Holle nach dem 4-Stunden-Rennen, bei dem zwischenzeitlich der Sieg in der Cup-Wertung auf der Kippe stand. Die größten Konkurrenten, Christoph und Claus Dupré machten von Anfang an Druck. Für die Fahrer von Mathol Racing war klar: wir müssen vor dem Dupré-Auto ankommen, dann sind wir Meister. Doch zu Beginn lag der direkte Gegner vor den beiden weiß-roten Mathol-Autos.

Allerdings war in der kompletten Honda-Fraktion klar, dass mit Berthold Bermel, Bernd Schneider und Harald Proczyk die stärkste Fahrerkombination auf einem Auto saß. Mit Oliver Lembeck und Wolfgang Weber bot Mathol Racing zudem ein ebenbürtiges zweites Auto innerhalb des Civic Cups.

Nach wenigen Runden lagen auch die beiden Mathol-Hondas auf den Plätzen zwei und drei der Klasse. Die beiden blieben taktisch klug immer zusammen und kontrollierten das Rennen. Ganz vorne ließen sie den Honda von Jürgen Nett und Rolf Schütz ziehen, da die beiden nichts mit dem Ausgang der Gesamtwertung zu tun hatten. „Wir hätten vielleicht auch noch schneller gekonnt, dann hätten wir aber auch mehr riskieren müssen“, meinte Holle, der wusste, dass ein Ausfall alle Titelträume zerstört hätte. So gab es allerdings für das Team am Ende mit den beiden Podiumsplätzen den Sieg im Gesamtklassement der Civics.

Der dritte Honda Civic von Mathol Racing hielt sich aus der Cup-Wertung raus und startete in der Klasse SP 3. Burkhart Aaron, Nikolas Hardt und Harald Proczyk hätten Platz zwei in der Klasse geholt, hätte Nikolas Hardt seinen letzten Boxenstopp rechtzeitig eingelegt. Er war in solcher Fahrfreude mit dem perfekt abgestimmt Fahrzeug, dass er jegliche Signale zum Boxenstopp ignorierte. Ganz nebenbei stellte er einen neuen Rundenrekord mit sieben gefahrenen Runden am Stück auf. Das Team rechnete schon damit, ein liegengebliebenes Fahrzeug abzuschleppen, als Hardt mit dem Auto doch unverhofft in der Box auftauchte. Noch während die Crew ein paar Liter für eine letzte Runde tankte, kam der Gesamtsieger durchs Ziel und die Boxenampel schaltete auf rot.

„Wir wissen, dass wir in der Klasse ganz vorne waren. Wir sind zwar aus der Wertung raus, weil wir eben die Zielflagge nicht gesehen haben, das ist aber nicht schlimm“, meinte Holle kurz bevor er mit seinem Team eine spontane kleine Party in der Boxengasse feierte. Der Dank des Teamchefs ging vor allem an die Crew seines Teams, die in diesem Jahr Desöfteren bis zu vier Autos betreuen musste. „Die Mannschaft ist einer der Gründe, warum wir in diesem Jahr die Meisterschaft geholt haben.“

Mathol Racing dominiert Honda Civics

Mit dem dritten Sieg in Folge und Rang drei hat Mathol Racing seine Spitzenstellung im Honda Civic Type R Cup in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft zementiert. Auch beim neunten Lauf der Saison war der Rennstall wieder ganz vorne zu finden. In einem spannenden 4-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife lieferten sich die beiden Mathol-Civics harte aber faire Kämpfe mit den anderen Klassenkonkurrenten, die alle niedrige Zeiten zwischen 10:01 Minuten und 10:12 Minuten fuhren.

Ein Grundstein für den Erfolg war die fahrerische Leistung der vier Fahrer. Gemeinsam mit Berthold Bermel pilotierte erneut Bernd Schneider einen der beiden Autos. „Ich bin froh, dass wir Bernd wieder gewinnen konnten. Nach dem sehr guten Eindruck vom letzten Mal, wollten wir ihn unbedingt wieder mit im Team haben“, sagte Teamchef Matthias Holle. In den zweiten Civic kletterten Oliver Lembeck und Wolfgang Weber.

Vom Start weg ließen es beide Mathol-Autos ruhig angehen. Im Formationsflug ging es fast zwei Stunden lang gemeinsam über die Nordschleife. „Die erste Rennhälfte müssen wir nur gut mitfahren, danach wird die Spitze angegriffen“, so die taktische Vorgabe des Teamchefs. Und genauso setzten es die Fahrer auch um. „Es hat keinen Sinn, am Anfang zu pushen und damit die Reifen zu überfahren“, meinte Wolfgang Weber.

Nach der ersten Rennhälfte schickten sich die beiden Civics an, nicht nur auf den Plätzen 2 und 4 zu bleiben (die bis dahin erreichten Plätze), sondern ganz vorne anzugreifen. Die Zeit des Abwartens war vorbei. Kurz vor Schluss rangierten die beiden Autos schon auf Platz 2 und 3. „Ich habe mich schon darauf konzentriert spritsparend zu fahren, da ich auch mit Rang zwei zufrieden gewesen wäre“, meinte Wolfgang Weber, als er anhand der Zeiten sah, dass von hinten keine Gefahr mehr drohte. „40 Minuten vor Schluss habe ich gesehen, dass wir Dupre nicht mehr aus eigener Kraft einholen können“, gestand Teamchef Matthias Holle. Das Team beobachtete den Tankstopp der Konkurrenten und registrierte, dass beim Stopp nur 30 Liter getankt wurden. „Da haben wir auf ein langes Rennen gesetzt und 37 Liter in denTank gepackt. Damit konnten wir durchfahren, was uns den Sieg gebracht hat.“

Der bis kurz vor Schluss Führende hatte sich mit der Strategie verpokert. Er war nicht spritsparend gefahren und musste in der letzten Runde zu einem kurzen Tankstopp noch einmal reinkommen. Damit war der Weg für Wolfgang Weber frei. Mit 11 Sekunden Vorsprung holte er sich den Sieg. „Der Sieg ist umso bemerkenswerter, wenn man weiß, dass das Auto Probleme mit dem Getriebe machte“, sagte Holle hinterher stolz und glücklich. Bernd Schneider und Berthold Bermel erreichten den dritten Rang etwas komfortabler. 1:23 Minuten Abstand hatten sie am Ende zum Zweitplatzierten. Nach hinten hatte das Duo 36 Sekunden Luft.

In der Meisterschaft ist mit dem Sieg von Mathol Racing die Entscheidung noch nicht gefallen. Noch hat das Team die Chance ganz nach vorne zu kommen. Die Entscheidung fällt also in zwei Wochen beim Finale der Langstreckenmeisterschaft.

Zufriedener Teamchef bei der Rundstreckenchallenge Nürburgring

„Wo hat der denn diese Zeit rausgefahren“, Mathol Racing Teamchef Matthias Holle war beim sechsten Lauf der Rundstreckenchallenge Nürburgring (RCN) hoch zufrieden. Vor allem Stammfahrer „Doc Chris“ überzeugte ihn. Mit 8:29 Minuten schaffte der seine bisher schnellste Nordschleifenrunde. Dass dies keine einzelne Glücksrunde war, bewiesen auch seine anderen Zeiten, die Doc Chris auf den Asphalt legte. „Ich habe an zwei drei Streckenabschnitten nochmal deutlich was heraus holen können“, meinte der Motorsportler nach dem Rennen. Die Einsätze im Rahmen der RCN zeigen deutlich ihre Wirkung.

Auch sein Fahrerkollege Michael Imholz wird kontinuierlich besser. Um noch mehr Erfahrung zu sammeln pilotierte Imholz bei diesem Rennen nacheinander beide genannten Honda Civics Type R des Teams. Den Start fuhr er auf „Betty“. Beeindruckend war, dass er die erste Runde mit 11:58 Minuten – eine langsame zu bestätigende Runde – in der zweiten Runde auf die Sekunde genau bestätigte. Ein Kunststück, das in der Klasse kein anderer schaffte.

Nach dem Boxenstopp übernahm Jochen Herbst das Steuer von Betty, während Imholz „Kitty“ enterte. Auch Herbst zeigte eine schnelle und solide Leistung. Mit Zeiten, die kontinuierlich unter 9 Minuten lagen war er auch auf dem richtigen Kurs. Schließlich will das Trio beim nächsten 24-Stunden-Rennen gemeinsam antreten. Die bisherigen Erfolge in der RCN zeigen, dass alle drei stetig Fortschritte machen.

Überschattet wurde das Rennen von zwei schweren Unfällen mit Überschlägen. Besonders heftig war der Abflug im Streckenabschnitt Tiergarten kurz vor der Boxeneinfahrt. Dort hatte ein Manta zunächst eine lange Ölspur gelegt, worauf ein Toyota Yaris dann ausrutschte. Auch zahlreiche folgende Fahrzeuge rutschten weg und knallten in die Leitplanke. Doc Chris hatte mächtig Glück, als ein vor ihm fahrender Opel ebenfalls ins Schleudern geriet und den Honda nur knapp verfehlte.

Mit den guten Leistungen im Gepäck fiebert das Fahrertrio schon der nächsten RCN entgegen. Am 20. und 21. Oktober gibt es eine ganz besondere Veranstaltung. Jedes Auto tritt zweimal an. Allerdings nicht auf der Nordschleife sondern auf der Grandprixstrecke des Nürburgrings.

Knapp am Doppelsieg vorbei

3 Stunden und 20 Minuten sah es beim achten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft nach dem bestmöglichen Ergebnis für Mathol Racing aus. Die beiden vom Team eingesetzten Honda Civic Type R führten die Klasse und damit auch die interne Meisterschaft an. Mehr als eine Minute Vorsprung hatten die beiden Autos, die gemeinsam Runde für Runde auf der Nürburgring Nordschleife absolvierten. „Es ist wirklich eine tolle Leistung, die das ganze Team hier abliefert“, meinte Teamchef Matthias Holle, der auf die beiden Fahrerpaarungen und auch die Boxencrew zu Recht stolz war.

Bei der Besetzung der beiden Autos gab es im Team krankheitsbedingt eine kleine Umstellung. Stammfahrer Oliver Lembeck, pilotierte gemeinsam mit Wolfgang Weber den ersten Honda. Im zweiten saß der zweite Stammfahrer Berthold Bermel. Dazu gesellte sich Bernd Schneider, der die Chance nutzte, den kurzfristig frei gewordenen Fahrerplatz zu besetzen. Normalerweise fährt Schneider in einem Seat Leon.

Gleich beim Start ging es Teamintern zur Sache. Berthold Bermel lag innerhalb der Mercedes-Arena knapp hinter Oliver Lembeck. Außen wollte er vorbei ziehen. Lembeck blieb auf der Ideallinie und wollte dagegen halten, als auf leicht feuchter Piste das Heck ausbrach. Sofort drehte sich der eine Mathol-Honda und traf den anderen Mathol-Honda in der Seite. Glücklicherweise gingen nur zwei Spiegel fliegen. Mit kleinen Blessuren konnten beide weiterfahren.

Das sollte aber das einzige Problem in einem sonst fehlerfreien Rennen werden – zumindest für einen der beiden Mathol-Civics. Bei den Boxenstopps wurde es richtig spannend. Alle Civics sollten innerhalb von zwei, drei Runden zum Tanken kommen. Als erstes kam Oliver Lembeck rein. Weber übernahm während des Tankstopps und fegte wieder raus. Eine Runde später war dann Berthold Bermel dran. Bernd Schneider übernahm für den zweiten Rennabschnitt. Als er grade rausfahren wollte, kam der bis dato drittplatzierte Honda von Claus und Christoph Dupré in die Box. Nur knapp konnte eine Kollision verhindert werden.

In der Folge lieferten sich Schneider und Dupré einen heißen Kampf. Der Konkurrent kam Stück für Stück näher, doch Schneider konnte seine Position behaupten und rauschte am Ende mit 3,594 Sekunden über die Ziellinie. Nicht mehr im Kampf dabei war einige Runden nach dem Boxenstopp Wolfgang Weber. Mit einem gebrochenen Querlenker vorne links war der Civic abgeflogen und aus dem Rennen. „Wieso der Querlenker gebrochen ist, müssen wir erst einmal untersuchen“, sagte Teamchef Matthias Holle nach dem Rennen. Am Unfall in der ersten Runde lag es aber definitiv nicht, da der Teamkollege nur die rechte Seite traf. Weber wurde glücklicherweise nur leicht verletzt. Wie die Datenaufzeichnung hinterher ergab, war er mit 98 Stundenkilometern eingeschlagen und musste 4G Querbeschleunigung aushalten. Trotzdem hat der Pilot „nur“ heftige Schmerzen im Rippenbereich.

„Es ist schade, dass wir nicht den Doppelsieg holen konnten. Aber wir wünschen Wolfgang gute Besserung. Hoffentlich kann er beim nächsten Lauf wieder ganz fit dabei sein“, Matthias Holle hätte sich logischerweise einen anderen Rennausgang gewünscht. Von Teamneuling Bernd Schneider war er indes begeistert: „Er hat einen super Job gemacht.“

Die Chance auf einen möglichen Doppelsieg gibt es übrigens in zwei Wochen, am 13. Oktober. Dann gibt es den neunten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft.

Emmy is back!

Freude bei den Fans und beim Team Mathol Racing. Der Honda S2000GT – vom Team liebevoll „Emmy“ getauft – ist zurück. Das Auto wurde komplett neu aufgebaut und präsentierte sich beim 6-Stunden-Rennen, dem siebten Lauf zur BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft, auf dem Nürburgring zudem im komplett neuen Design. „Wir haben in den letzten Wochen viel getestet. Vor allem in Hockenheim ist der Wagen unzählige Runden gefahren, aber auch auf der Nordschleife haben wir getestet“, Teamchef Matthias Holle war froh, dass Emmy wieder da war. Aber ein Rennen in der Grünen Hölle ist dann noch einmal etwas anderes.

Dass der Neuaufbau sich gelohnt hatte, bewies das Team direkt im Qualifying. Mit 9:22,738 Minuten war in der Klasse SP3 kein Team schneller. „Der Wagen liegt wirklich gut“, sagte auch Stammfahrer Wolfgang Weber. Im Rennen zeigten sich dann noch kleine Kinderkrankheiten. Ein Kabel brach durch die hohen Vibrationen im Motorraum und sorgte für kleine Elektronikprobleme. „Außerdem hatten wir an der Vorderachse ein Problem mit dem Stabi“, Holle war aber trotzdem mit dem Einsatz zufrieden. Durch die Reparaturpausen fiel der S2000GT in der Wertung zurück. Allerdings stand am Ende mit 9:23,559 die mit Abstand schnellste Rennrunde der Klasse zu Buche.

Die zweitschnellste Rennrunde ihrer Klasse holten sich Oliver Lembeck, Berthold Bermel und Wolfgang Weber im Honda Civic Type R mit der Startnummer 667 – vom Team „Funny“ genannt. Wie eng es in der Civic Type R Challenge aussieht, zeigt ein Blick auf die Ergebnisliste. Denn trotz sehr schneller Rundenzeiten und der zwischenzeitlichen Führung, gelang dem Trio der Sieg nicht. Am Ende nach sechs Stunden fehlten 7,308 Sekunden auf Platz 1. „Am Ende hat uns zum Sieg einfach das bisschen Glück gefehlt, das man dafür benötigt“, meinte Holle. Außerdem war die Boxenstrategie zu Beginn des Rennens etwas zu konservativ, weshalb am Ende der Sprit im Tank zu Neige ging und der Civic mit kleinen Aussetzern kämpfen musste. Aber der zweite Platz war keine Niederlage, sondern zeigte, dass das Team ganz klar vorne dabei ist.

Zum ersten Mal in einem Honda von Mathol Racing war Jan-Francois Stoeckli. Der erfahrene Nordschleifen-Pilot saß bisher im Honda von Ralph-Peter Rink, der beim 24-Stunden-Rennen in der letzten Runde zerstört wurde und bisher nicht wieder aufgebaut werden konnte. Gemeinsam mit Eberhard Schneider und Lothar Diederich pilotierte Stoeckli die Startnummer 664 oder auch „Betty“. Alle drei waren vom Auto und Team begeistert und möchten weitere Einsätze fahren.

Der nächste Lauf der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft ist bereits in zwei Wochen, am 29. September. Dann gibt es wieder ein 4-Stunden-Rennen durch die Grüne Hölle.

Sieg für Mathol-Racing dank gewagter Tank-Strategie und großer Energieleistung

Die Mathol Racing GmbH hat beim sechsten Rennen zur BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft die Klasse der Honda Civics Type R mit deutlichem Abstand gewonnen. Teamchef Matthias Holle (Diez) und Wolfgang Weber (Albersdorf) sollten ausnahmsweise einen der beiden Civics pilotieren. Dies wurde möglich, weil Stammfahrer Doc Tom und Nick Hardt aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen nicht antreten konnten. Aaron Burkhart war durch seinen Einsatz in der Deutschland-Rallye verhindert. Außerdem wurde der Honda S2000GT neu aufgebaut und muss erst noch getestet werden. Also gab es folgende Paarungen: Wolfgang Weber und Matthias Holle mit der Startnummer 664 und die beiden Stammfahrer Berthold Bermel und Oliver Lembeck gemeinsam in der Startnummer 667.

Wolfgang Weber lieferte einen lupenreinen Start-Ziel-Sieg ab. Matthias Holle griff gar nicht ins Lenkrad. Er war mit einem leichten Infekt angereist und wollte deshalb nur den letzten Stint fahren. Kurz vor dem Fahrerwechsel ging es Holle aber so schlecht, dass Weber sich per Funk bereit erklärte komplett durchzufahren. Matthias Holle unterzog sich beim Rennarzt einer Untersuchung und zog daraufhin die Nennung noch während des Rennens zurück. Doch Weber machte auch alleine seine Sache sehr gut und er lieferte eine große konditionelle Leistung ab. Auch die Boxencrew lieferte mit tadellosen Stopps und einer sehr guten Koordination ihren Anteil an dem Sieg.

Schon im Training lag der Wagen vorne. Aber nur knapp: grade mal 6 Zehntel trennte die 664 vom zweiten Startplatz. „Ich bin wirklich sehr zufrieden“, meinte Teamchef Matthias Holle, der ein gewagtes Manöver führ das Rennen plante. „Heute fahren wir mit nur drei Stopps“, kündigte er an. Wegen des kleinen Tanks müssen die Civics eigentlich viermal an die Box. Doch das Team wollte das Risiko eingehen. „Wir haben eine etwas sparsamere Fahrweise ausprobiert und es kann funktionieren. Aber nur, wenn der Gesamtführende nicht länger als 4 Stunden und 2 Minuten fährt“, meinte Matthias Holle.

Genau diese Zeitspanne wurde glücklicherweise eingehalten, wie sich später herausstellte. „Die jeweils letzte Runde ist Wolfgang mit Motoraussetzern gefahren“, gestand Holle. Zudem profitierte das Auto davon, dass der Gesamtsieger von Land Motosport ebenfalls ein kleines Problem hatte und so 52 Sekunden nach Ablauf der Zeit ins Ziel kam. Wäre der Porsche problemlos durchgefahren, hätte es eine Rennrunde mehr gegeben.

Manche ein Konkurrent konnte nicht glauben, dass eine 3-Stopp-Strategie funktioniert. Die von vielen intensiv beobachtete technische Nachuntersuchung ergab aber keine Unregelmäßigkeiten. „Es ist halt ein großer Vorteil, wenn ein Rennfahrer gleichzeitig ECO-Trainings anbietet und auch selbst lebt. Es gibt sicherlich wenige andere Fahrer, die ihren privaten Diesel bei 1400 Umdrehungen hochschalten“, Teamchef Matthias Holle war stolz auf Wolfgang Webers Leistung, der beim Spritsparen seine ganze Erfahrung mit eingebracht hat.

Mit normaler 4-Tank-Strategie und zahlreichen Problemen kämpften sich Berthold Bermel und Oliver Lembeck durchs Rennen. Noch beim freien Training hatten beide den Wagen getestet und waren glücklich. „Das Auto liegt gut, ist schnell in den Kurven und macht richtig Spaß“, verkündete Berthold Bermel. Dass dann am Renntag Probleme mit dem Getriebe auftauchen würden, konnte der erfahrene Pilot nicht ahnen. Das Duo hielt sich aber wacker und lieferte trotzdem schnelle Zeiten ab. Oliver Lembeck konnte nur schwer beschreiben was los war: „Ich weiß auch nicht, aber irgendwie passt es heute nicht“, meinte er ratlos.

Vor allem die Schaltvorgänge vom fünften in den sechsten Gang waren nur sehr schwer zu bewerkstelligen. Wieso das Getriebe des zweite Honda Civic sich so schwer schalten ließ, muss in den nächsten Tagen in der Werkstatt in Hennef geklärt werden. Dennoch ist mit solchen Problemen ein fünfter Platz wie ein kleiner Sieg, betrachtet man das Fahrerfeld im Civic Cup. Nur ein Beispiel: keiner der Civics fiel in diesem Rennen aus.

Viel Zeit bleibt aber nicht, denn am kommenden Samstag tritt die Mathol Racing GmbH bei der Rundstreckenchallenge wieder auf dem Nürburgring an. Dann werden vier Civics ins Rennen geschickt. Ob der Honda S2000GT schon seinen Auslauf bekommt ist noch offen. Sicher wird er aber beim 6-Stunden-Rennen am 15. September wieder mit am Start sein.

Großeinsatz für Mathol Racing

Das 35. Internationale 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring wurde für die Mathol Racing GmbH zum Mammut-Programm. Neben dem großen Eifelklassiker zweimal um die Uhr, bei dem das Team mit 4 Autos an den Start gehen wollte, stand auch die Rundstreckenchallenge Nürburgring (RCN) im Rahmenprogramm an. Hier setzte das Team um Teamchef Matthias Holle sogar fünf Fahrzeuge ein.

Ein dritter neuer Honda Civic Type R war in der Nacht zuvor fertig geworden. Beim RCN sollte er seine Premiere feiern und den Rennstall ergänzen. Dazu kamen die beiden bisherigen neuen Civics, der Vorjahres-Civic und der Honda S2000GT zum Einsatz. Damit war das Team eindeutig das größte in der RCN. Doch schon nach drei Runden wurde das Feld dezimiert.

Ausgerechnet der erst 4 Stunden vorher fertiggestellte Honda Civic „Kitty“ flog von der Strecke ab und knallte frontal in die Leitplanke. In der Linkskurve nach dem Streckenabschnitt Fuchsröhre brach das Heck aus und der Honda war für seinen Fahrer nicht mehr zu halten. Zwar kam er noch in die Box, doch da sich der Unterboden gelöst hatte, entschied das Team das Rennen zu beenden. Nur kurz darauf rollte der S2000GT an die Box. „Ich habe Probleme mit der Kupplung und dem Motor“ meinte der Fahrer Wolfgang Weber. Auch hier war das Rennen beendet. Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner wusste: die Probleme am Motor des S2000 waren so gravierend, dass ein Einsatz beim 24-Stunden-Rennen nicht mehr möglich war.

Dagegen hielten sich die drei verbliebenen Civics gut im Rennen. Bis „Funny“ (die Startnummer 36) mit einem Reifenschaden an die Box kam. Zu diesem Zeitpunkt herrschte Hochbetrieb an der Box und es dauerte einige Minuten bis der Wagen an seinen Standplatz kam. In der RCN ist dies durchaus üblich und auch für die Wertung irrelevant, allerdings kam der zweite Fahrer mit den Runden ein wenig durcheinander. Sein Teamkollege war eine Runde früher als geplant an die Box gekommen. Am Ende fehlte „Funny“ genau diese eine Runde, weshalb der Civic aus der Wertung genommen wurde.

Besser lief es da schon für „Tiger-II“ – dem Vorjahreswagen. In der mit 20 Autos besetzten Klasse reichte es zum 8. Rang. Vier Plätze davor kam „Betty“, der zweite Neuwagen, ins Ziel. Damit konnte das Team voll zufrieden sein. Zumal sich bis auf den S2000GT die Einsatzfahrzeuge für das 24-Stunden-Rennen keine oder nur wenige Blessuren geholt hatten.

Das Hauptaugenmerk lag natürlich auf dem großen Rennen, das am Samstag starten sollte. Die beiden Qualifyings nutzten die Piloten aller drei Fahrzeuge, um zu trainieren. Auf den Startplatz legte das Team bewusst weniger Wert, da es bei einem 24-Stunden-Rennen auf die Konstanz der Autos ankommt.

Pünktlich vor dem Rennstart begann es dann so heftig zu regnen, dass die Rennleitung noch vor der Einführungsrunde abbrach. Zwei Stunden lang waren alle Himmelsschleusen geöffnet. Mit Blitz und Donner fegte ein Unwetter über die Nordschleife hinweg, dass Motorsport unmöglich wurde.

Mit reichlich Verspätung begann dann ein Rennen, das aus Sicht von Mathol Racing eigentlich ganz rund lief. „Das Ziel für „Betty“ ist es anzukommen – nicht zu siegen“, meinte Teamchef Matthias Holle bereits vor dem Rennen. Er selbst nahm im Cockpit des Wagens Platz. Mit ihm pilotierten Jacob Thomsen, Steward Laursen und Jan Kalmar das Auto. Im Verlauf der ersten Stunden brach die Motoraufhängung an dem Civic mit der Startnummer 230 und als Folge riss auch noch der Keilriemen. Gut eine Stunde stand der Wagen an der Box. Da bereits zwei Radbolzen ebenfalls gerissen waren, wechselte das Team direkt alle, um nicht noch eine böse Überraschung zu erleben. Bis kurz vor Ende des Rennens hielt der Wagen dann problemlos durch. Doch kurz vor Schluss knallte dann am Ende der Start- und Zielgeraden der Honda Civic von Michael Ecker ins Heck von Betty. Während der Konkurrent mit defektem Kühler ausschied, kam der Honda von Mathol Racing deutlich lädiert ins Ziel.

Für den zweiten neuen Honda Civic – Startnummer 231 – sollte es bis zum Mittag des zweiten Renntages ein packendes und schnelles Rennen werden. Ohnehin waren alle Civics ständig eng zusammen. Kämpften nur mit knappen Abständen, als ob sie ein Sprintrennen fahren würden. Lange Zeit lag pendelte der Wagen zwischen Platz 2 und 3 in der Klasse. Doch dann setzte am Sonntagmittag leichter Regen ein. Im Bereich Schwedenkreuz wurde „Funny“ dann in einen Unfall verwickelt. Thomas Stoltz, alias „Doc Tom“, hatte keine Chance und schlug mit der Front ein. Dabei riss die gesamte Vorderachse heraus. Doch aufgeben galt für Mathol Racing nicht. Mit großem Einsatz wurde die komplette Front des Civic repariert. Nach über 3 Stunden und nun 15 Runden Rückstand ging es wieder los. Am Ende wurde noch Platz 5 in der Klasse eingefahren.

Auch „Tiger-II“ – der Vorjahres-Civic – blieb nicht ohne Schäden. Am Samstag hatte die Startnummer 121 zunächst einen Reifenschaden. Das Auto wurde von den Streckenposten bis zum Streckenabschnitt Breitscheid geschleppt. Dort konnte das Team den Reifen wechseln. Mit einer halben Stunde Verspätung ging es weiter. Nach vielen Stunden problemloser Fahrt kam dann am Sonntagvormittag das nächste Problem. Die H&R-Dämpferpatrone vorne links brach. Wieder mussten die Mechaniker alles geben, um den Civic schnell wieder flott zu bekommen, doch unter 50 Minuten war da nichts zu machen. Den heftigsten Unfall gab es dann zwei Stunden vor Schluss. Im Streckenabschnitt „Klostertal“ knallte es. Mit deutlich verbeulter Karosserie ging es weiter. Weder Fahrwerk noch der Motor oder das Getriebe hatten bei dem Crash etwas abbekommen. Eberhardt Schneider, Carsten Dreses, David Carballeda Dominguez und Michael Juul sahen die Zielflagge. „Wenn man bedenkt, dass das Rennen deutlich besser hätte enden können, ist es schon schade. Aber wir sind glücklich, dass alle gestarteten Autos auch ins Ziel gekommen sind, meinte Cheftechniker Christoph Breunig nach dem Zieleinlauf.

Civics wie im Sprintrennen

Die wohl am härtesten umkämpfte Klasse beim fünften Wertungslauf zur BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft war die Klasse Cup3. Hier tummelten sich die 10 Honda Civic Type R der neuesten Generation. Mitten im engen Getümmel: die beiden Fahrzeuge der Mathol Racing GmbH. „Mit Blick auf das 24-Stunden-Rennen haben wir auf den Einsatz des S2000GT verzichtet. Der Motor läuft noch nicht so rund, wie wir das haben wollen“, erklärte Teamchef Matthias Holle den diesmal etwas kleineren Einsatz des Teams.

Berthold Bermel, Aaron Burkhart und Lothar Diederich fuhren mit „Betty“. Der Civic mit der Startnummer 664 kam zunächst sehr gut durchs Rennen. Es zeigte sich schnell, dass es ein richtig enges Rennen werden würde. Schon in der ersten Kurve fuhren die Civics zu dritt neben einander in die Mercedes Arena. Im folgenden Rennen sollte sich daran nicht viel ändern. Bermel preschte von Startplatz 5 bis Rang 2 vor. Im folgenden Rennverlauf pendelte er stets zwischen Platz 2 und 3. Doch dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Eine Zapfsäule an der Box funktionierte nicht richtig. Über drei Minuten gingen dem Team dadurch verloren und ein Platz auf dem Treppchen war weg. Am Ende wurde es für „Betty“ Rang 5 in der Klasse. Ein Ergebnis, mit dem das Fahrertrio bedingt zufrieden sein konnte, denn zur Spitze fehlten eben nur drei Minuten.

Dagegen waren die drei Piloten von „Funny“ alles andere als gut gelaunt. Nach 40 Minuten kam bereits das aus, für die Startnummer 667. Oliver Lembeck saß am Steuer, als im Streckenabschnitt „Schwalbenschwanz“ eine Radnabe brach. Damit war das Rennen gelaufen und Doc Tom (Thomas Stoltz) und S2000GT-Stammfahrer Wolfgang Weber kamen gar nicht zu ihrem Einsatz. Besonders ärgerlich: Oliver Lembeck hatte die drittschnellste Zeit der Civics in den Asphalt gebrannt. Ohne den Ausfall wäre ein Platz unter den ersten drei sicher möglich gewesen.

Jetzt gilt es sich auf das 24-Stunden-Rennen vorzubereiten. Die Mathol-Racing GmbH tritt mit drei Honda Civics und dem S2000GT an. Damit ist das Team das größte Honda-Team und gemeinsam mit Manthey-Racing der einzige Rennstall, der so viele Autos einsetzt. Bleibt zu hoffen, dass es auch ein erfolgreicher Einsatz wird.

Mathol Racing schnuppert am Sieg

„Willkommen zu den Wasserspielen auf dem Nürburgring“, so hätte man die Teilnehmer des vierten Wertungslaufes zur BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft auch begrüßen können. Wobei – ganz so war es nicht, denn die Hälfte des Rennens war es ja trocken und zwar so richtig. Dumm nur, dass sich das Wetter nicht genau in zwei Rennhälften aufteilte. Vielmehr wechselten sich trockene und nasse Piste in schöner Unregelmäßigkeit ab. Schwerste Bedingungen also für alle Fahrer und Teams – auch für die Mathol Racing GmbH.

Das Team war erneut mit drei Fahrzeugen am Start. Allen voran der Honda S2000GT, den Teamchef Matthias Holle gemeinsam mit Wolfgang Weber pilotierte. Weber übernahm den Start und er gab direkt mächtig Gas. Direkt in der zweiten Runde brannte er mit 9:37.814 eine Zeit in den Asphalt, die bei diesen Bedingungen nur ein Team in der Klasse ganz knapp toppen konnte. „Der Wagen lief echt super, ich hatte die direkten Konkurrenten sicher im Griff“, meinte Weber. Bis nach 6 Runden das Aus für den Honda S2000GT kam. Sobald Weber etwas mehr Leistung von seinem Fahrzeug verlangte, schnellte die Motortemperatur in die Höhe. Ließ er es langsam angehen kühlte das Aggregat direkt wieder ab. „Ich hätte zwar auch weiterfahren können, doch wer weiß ob der Motor das durchgehalten hätte.“

Dagegen kamen die beiden Honda Civic Type R gut durchs Rennen. Mathol Racing hatte die Fahrerpaarungen etwas umgestellt. Auf der Startnummer 667 – vom Team liebevoll „Funny“ getauft saßen Oliver Lembeck, Harald Proczyk und Thomas Stolz, alias Doc Tom. Mit sehr schnellen Rundenzeiten kam das Team innerhalb der Klasse auf Rang drei ins Ziel. Bis zum Sieg in der Klasse fehlte dem Trio etwas mehr als eine Minute – bei einem 4-Stunden-Rennen im Wetterchaos war das eigentlich nichts.

Ins Cockpit von „Betty“ – Startnummer 664 – kletterten an diesem Wochenende Berthold Bermel, Aaron Burkhart und Nikolas Hardt. „Ich fühle mich jetzt richtig wohl in dem Auto“, meinte Bermel, der noch beim letzten Lauf seine Schwierigkeiten mit dem Civic hatte. Dieses „Wohlfühlen“ schlug sich auch in den Zeiten wieder, die nur knapp langsamer, als die von „Funny“ waren. Dass das Team geschlossen und gemeinsam im Civic-Cup kämpft, zeigte sich auch beim Ergebnis. Denn der zweite Wagen des Teams holte sich mit Platz vier den Platz direkt hinter den Teamkollegen.

Da sich die neuen Fahrerpaarungen bewährt haben, wird das Team sie wohl auch beim nächsten Lauf am 26. Mai so beibehalten. Inzwischen steht auch fest, dass das Team beim 24-Stunden-Rennen mit 4 Autos an den Start gehen wird. „Wir bedanken uns bei all den Fahrern, die uns in unserem ersten Jahr als Team solch großes Vertrauen entgegen bringen und uns zum größten (und hoffentlich auch erfolgreichsten) Honda Team machen“, sagte Matthias Holle stolz. Bleibt zu hoffen, dass bei der Hatz zweimal um die Uhr diese geballte Kraft auch für einen großen Erfolg sorgen wird.

Massiver Auftritt der Mathol Racing GmbH

Mit vier Fahrzeugen war die Mathol Racing GmbH beim zweiten Lauf zur ADAC Rundstrecken Challenge (RCN) das größte Team, das an den Start ging. Neben zwei neuen Honda Civic Type R, schickte der Rennstall einen Civic Type R aus 2006 und den aus der Langstreckenmeisterschaft bekannten Honda S2000GT an den Start. „Wir treten in diesem Jahr komplett in der VLN und auch in der RCN an. Der RCN ist für uns nicht einfach nur eine Möglichkeit die Autos zu testen, sondern ein voller Einsatz“, betonte Teamchef Matthias Holle am Rande des zweiten Laufs.

Das zeigte auch die Fahrerbesetzung für das Rennen. Außer im S2000, den der Teamchef in beiden Serien pilotiert, werden die Fahrzeuge in der RCN und in der VLN von anderen Piloten gefahren. Im Vorjahresmodell des Honda Civic Type R ist Cornelia Bentin (Bonn) mit Steffen Wethmar (Solingen) unterwegs. „Ich musste mich erst wieder an die Strecke gewöhnen“, gestand die junge Rennfahrerin kurz vor dem Lauf. Beim Saisonauftakt konnte sie aus privaten Gründen nicht zum Nürburgring kommen. Mit ihren Zeiten war sie ganz zufrieden, nur der Civic lief etwas problematisch. „Ich hatte immer wieder Probleme, dass das Auto deutlich übersteuerte.“ Auch Wethmar hatte damit zu kämpfen. Woran das lag, konnte Chefmechaniker Chris Breunig noch nicht sagen: „Wir haben den Wagen aber auch erst seit ein paar Tagen bei Airnergy Motorsport in der Werkstatt.“ Vor drei Wochen war die Mathol Racing GmbH komplett von Solingen nach Hennef zu Airnergy Motorsport gewechselt. Airnergy hat die komplette technische Betreuung übernommen.

Zufrieden waren Jochen Herbst und Holger Eckhardt. Die beiden pilotierten gemeinsam einen der beiden nagelneuen Civics. „Wir kommen mit dem Auto immer besser klar. So langsam wird es was.“ Das Duo holte sich im zweiten Lauf den 6. Rang innerhalb der Klasse. Die Rundenzeiten wurden kontinuierlich schneller, was die positive Tendenz unterstreicht. Auch der zweite 2007er Civic war gut dabei. „Ich bin mit dem Auto sehr zufrieden. Jetzt müssen wir dazu kommen, selber besser und schneller zu werden“, meinte Sebastian Schäfer (Baar/Schweiz). Ziel des ehrgeizigen Neu-Rennfahrers: die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen 2008.

Pech an diesem Wochenende hatte allein Teamchef Matthias Holle. Mit einem Getriebeschaden kam er drei Runden vor Schluss in die Box. Das es das Getriebe sein würde, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. „Ich habe starke Vibrationen, vor allem im hinteren Bereich“, meinte Holle. Das Team wechselte die beiden Hinterräder und überprüfte alles genau. Holle ging wieder auf die Strecke, doch die Vibrationen wurden nicht weniger. „Ich bin trotzdem vorsichtig durchgefahren und habe alles versucht, was zur Diagnose hilft.“ Holles Ergebnis – Getriebeschaden – wird in der Werkstatt noch genau überprüft, scheint aber sehr wahrscheinlich.

Doch für den Teamchef war nicht das ganze Rennen ein Ausfall. Mit 8:02.000 Minuten fuhr er die drittschnellste Rennrunde des gesamten Feldes. Nur der Porsche 997 von Gerald Schalk und Jürgen Alzen und der BMW M3 E36 von Hans-Rolf Salzer waren schneller unterwegs.

Bis zum nächsten Lauf hat die Mathol Racing GmbH jetzt etwas Zeit. Der RCN startet erst wieder am 7. Juni im Rahmen des 24-Stunden-Rennens.

Ab jetzt zählt’s

Der dritte Lauf zur BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft war gleichzeitig der Auftakt zum internen Honda Civic Type R Cup. Die ersten beiden Läufe konnten die Fahrer und Teams der nagelneuen Civics als Tests nutzen. Pünktlich zum ersten zählenden Rennen setzte auch die Mathol Racing GmbH seine zwei Hondas ein. „Wir kommen mit den Autos immer besser klar. Aber kleine Abstimmungsprobleme sind zu einem so frühen Zeitpunkt noch normal“, Teamchef Matthias Holle ist mit dem Entwicklungsstand der Civics hoch zufrieden. Schließlich werden die Fahrzeuge erst seit sechs Wochen eingesetzt. Das Team konnte unter anderem die Rundstreckenchallenge vor einer Woche zur Entwicklung nutzen, da beide Autos auch dort in der gesamten Saison eingesetzt werden.

Zu Stammpilot Oliver Lembeck stieg an diesem Samstag der Krefelder Berthold Bermel. „Ich werde voraussichtlich die komplette Saison zusammen mit Oliver fahren“, kündigte der erfahrene Pilot an. Bermel fuhr in den letzten Jahren im Ford Fiesta ST Cup. Wenn es sein Zeitplan zulässt, stößt dann noch Harald Proczyk zu dem Stammduo. An diesem Wochenende konnte er allerdings nicht. Im freien Training am Freitag und im Qualifying am Samstag konnte Bermel erste Erfahrungen sammeln. „Es steckt sehr viel Potential in dem Auto“, meinte er kurz vor Rennstart. Vor allem beeindruckte ihn die immense Leistung. „Bis zu einem ausgereiften Rennauto dauert es aber noch ein wenig.“

Bei einer regelrechten Hitzeschlacht kam das Duo Lembeck/Bermel ohne nennenswerte Probleme durch. Zwar sorgte eine Ausfallmeldung des Streckensprechers für kurzzeitige Konfusion in der Box, doch das war nur falscher Alarm. Einziger Aufreger des Tages war ein Patzer von Bermel. Der Neuling im Team fuhr zu schnell durch die Boxengasse und bekam eine Stop-and-Go Strafe aufgebrummt. Am Ende reichte es zu Platz 6 in der Civic-Wertung.

Direkt dahinter kam der zweite Civic der Mathol-Racing GmbH ins Ziel. Aaron Burkhart und Dr. Thomas Stoltz (alias Doc Tom) griffen ins Lenkrad des zweiten Civics. Für die beiden galt es, erste Rennerfahrungen in dem seriennahen Fahrzeug zu sammeln. Mit Platz 7 und ordentlichen Rundenzeiten sind die beiden auf dem richtigen Weg.

Pech hatte erneut der Teamchef mit seinem Honda S2000GT. Matthias Holle kam an diesem Wochenende gar nicht zum Fahren. Wolfgang Weber fuhr zwar mit Abstand die schnellste Rennrunde in der Klasse SP3, doch nach etwa eineinhalb Stunden kam Weber unplanmäßig an die Box: „Mechanisch funktioniert alles einwandfrei, doch wir haben ein Problem mit der Elektronik.“ Das Team suchte fieberhaft nach dem Defekt und fand kurze Zeit später einen Kabelbruch. Der konnte zwar repariert werden, doch es war zu viel Zeit vergangen, um in der Klasse noch ein Wörtchen mitreden zu können. Deshalb beschränkte sich das Team aufs Testen. Doch mit defektem Differential war auch das das dreieinhalb Stunden Rennzeit beendet.

„Ich bin mit den Civics sehr zufrieden“, meinte Matthias Holle nach dem Lauf. „Unsere Fahrer sind gut dabei und gewinnen immer mehr Vertrauen in die Autos.“ Auch die zu Saisonbeginn gestartete Zusammenarbeit mit Airnergy Motorsport unter der Leitung von Chris Breunig trägt erste Früchte. Vor 14 Tagen zog die Mathol Racing GmbH komplett von Solingen nach Hennef zu Airnergy Motorsport. Das ermöglichte die Ausmerzung einiger bisheriger Schwachpunkte. „Ich erwarte nach einigen Wochen der Ein- und Umgewöhnung eine deutliche Steigerung in Performance und Zuverlässigkeit im Vergleich zu den Vorjahren“, sagte Teamchef Matthias Holle. Beim nächsten Lauf am 12. Mai will das Team dann auch mit um den Klassensieg kämpfen.

Erster Sieg für Mathol Racing GmbH

Im Honda Civic Type R ist zurzeit die Mathol Racing GmbH das Maß aller Dinge. Harald Proczyk und Oliver Lembeck gewannen den zweiten Lauf in der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft souverän mit fast einer Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten. „Ich bin mit dem Auto noch nicht hundertprozentig zufrieden, aber es wird immer besser“, meinte Harald Proczyk. Der Lauf, der bei herrlichen Wetterbedingungen vor rund 30.000 Fans ausgetragen wurde, war der zweite Test für die nagelneuen Civics. Erst ab dem dritten Lauf werden auch die Punkte für den internen Cup gewertet.

Trotzdem wollte das Team so richtig Gas geben. Am Anfang gab es noch einen harten Zweikampf zwischen dem Mathol-Civic und den aktuellen Meistern im Civic Cup Michael Ecker, Marcel Engels und Wilfried Schmitz. Doch das Meisterteam musste nach ungefähr der halben Renndistanz mit Problemen lange in der Box stehen bleiben. „Es ist schade, dass sie ausgefallen sind“, meinte Proczyk. Der Zweikampf hatte ihm und seinem Teamkollegen Lembeck viel Spaß gemacht.

Mit dem Ausscheiden des Meister-Civics war der Weg für Proczyk und Lembeck frei. „Der Civic hat unsere Mindestanforderungen erfüllt“, meinte Teamchef Matthias Holle nach dem Lauf. Mit der Platzierung war er natürlich hoch zufrieden, aber auch die Performance des Autos überzeugte Holle.

Bis Runde 21 – etwa eine halbe Stunde vor Rennende – war er auch mit der Leistung seines Honda S2000 GT sehr zufrieden. Fahrerkollege Wolfgang Weber hatte bis zur Hälfte des 4-Stunden-Rennens Platz 1 in der starken Klasse SP 3 herausgefahren. Vor allem der Opel Astra OPC von Kissling und der BMW E46 vom MSC Ruhrblitz konnten dem Honda nicht folgen. Mit 9:21.524 fuhr Weber die schnellste Rennrunde der Klasse.

Auch Holle schickte sich an, ganz vorne zu bleiben. Bis zur besagten 21. Runde. Im Streckenabschnitt Brünnchen brach eine hintere Radnabe. Eh Holle reagieren konnte, flog der Reifen weg und der Honda S 2000GT schlug rückwärts in die Leitplanke ein. „Es sieht ziemlich wüst aus“, meinte der Fahrer direkt nach dem Lauf. Holle selber blieb glücklicherweise unverletzt.

„Wir sind mit dem Speed da, wo wir hinwollen. Wir hätten gewinnen können, wenn der Defekt nicht gewesen wäre.“ Beim nächsten Lauf am 28. April will das Duo Weber/Holle wieder in der SP3 voll angreifen.

Der Honda Civic Type R bekommt dann wahrscheinlich Verstärkung. „Der zweite Wagen ist jetzt komplett fertig und einsatzbereit“, sagte Holle. Die Fahrer für den 28. April stehen auch schon fest. Vorher steht aber erst der Einsatz in der Rundstreckenchallenge (ehemals Castrol Haugg Cup) am 21. April auf dem Programm des Teams.

Prozcyk setzt erste Civic-Rundenbestzeit

„Ich bin mit dem Auftakt ganz zufrieden“, trotz eines Doppelausfalls war Teamchef Matthias Holle guten Mutes. Der Saisonauftakt zur BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft wurde auch zum Auftakt der neu gegründeten Mathol Racing GmbH. Das neu aufgebaute Team wird im Laufe der nächsten Wochen bis zu fünf Fahrzeuge in der VLN und der Rundstreckenchallenge einsetzen. Zum Auftakt der VLN kam das Team mit einem nagelneuen Honda Civic Type R und einem Honda S2000 GT. „Wir wollten es bewusst ruhig angehen lassen, zumal der Civic sich noch im Teststadium befindet“, meinte Holle.

Vor allem das Projekt Civic Type R verlangte dem Team zum Auftakt viel ab. Bisher war noch keines dieser Fahrzeuge auf einer Rennstrecke unterwegs. Am Freitagmorgen gab es dann die erste Testmöglichkeit auf der Nürburgring Grandprixstrecke. Harald Proczyk und Oliver Lembeck (beides erfahrene Motorsportler, zuletzt im Ford Fiesta ST Cup) hatten die Ehre, als erste ins Steuer greifen zu dürfen. „Der Wagen liegt wirklich gut, ich bin echt überrascht“, meinte Lembeck nach dem morgendlichen Test. Auf der Nordschleife kam abends dann die Ernüchterung: „Unfahrbar“, war der kurze Kommentar von Proczyk. Der Honda war viel zu unruhig. Was folgte war eine stundenlange Fehlersuche – mit Erfolg. Das auf der normalen Straße sinnvolle ESP machte den Civic auf der Rennstrecke zum Flummi. Ohne die elektronische Hilfe lag der Wagen direkt besser, was die beiden Fahrer auch direkt umsetzten.

Im Zeittraining lag das Duo am Ende auf Rang vier der Klasse. Das Team hatte den Wagen abgestellt, nachdem Platz 1 zwischenzeitlich erreicht war. „Danach zogen aber noch drei andere Teams an uns vorbei“, meinte Teamchef Matthias Holle. Kaum war das Rennen gestartet, machte sich das Duo Proczyk/Lembeck daran nach vorne zu stürmen. Proczyk, der den Start gefahren war, übergab das Auto in Führung liegend. In der Folgezeit hielt das Duo die Führung, bis plötzlich nach 13 Runden gleich vier Radbolzen eines Rades brachen und das Rad abriss. „Die H&R-Bolzen sind in Verbindung mit dieser Honda Radnabe für den Renneinsatz nicht zu gebrauchen“, sagte Matthias Holle. Schon vor dem Start gab es Probleme damit.

Dennoch war der Einsatz des Civic Type R für das Team ein voller Erfolg. Mit 10:00.766 Minuten war der Civic deutlich schneller, als seine Klassenkonkurrenten. Harald Proczyk setzte damit die erste Bestzeit für den nagelneuen Civic Type R auf der Nordschleife. Bis zum Ende des Rennens konnte diese Zeit nicht geknackt werden. In den nächsten beiden Wochen gilt es jetzt nur noch die letzten Kinderkrankheiten auszumerzen, damit der Wagen standhaft und damit siegfähig wird.

Viel Pech gab es beim Honda S2000 GT. Matthias Holle und Wolfgang Weber – die erfolgreiche Fahrerpaarung aus der vergangenen Saison – hatten einen nagelneuen Wagen aufgebaut. Auch wenn er optisch dem Vorjahresauto sehr ähnlich sah, so war es doch ein Neuwagen. Deshalb ließ es das Duo im Training auch ruhig angehen. Im Rennen machte Weber aber sofort Dampf nach vorne. Er hatte sich grade von Platz 6 auf Rang 3 vorgearbeitet, als die Fahrt beendet wurde. „Ich hatte kaum noch Öldruck und bin vorsichtshalber an die Box.“ Kaum stand der Wagen, schoss das komplette Kühlwasser unten aus dem Wagen.

Ein Flügel des Propellers am Kühler war abgebrochen und im Kühler eingeschlagen. Der Verlust des Öldrucks entstand dann durch einen Folgeschaden. „Wir haben uns entschieden nicht zu reparieren, sondern jetzt abzubrechen und dann zu Hause in Ruhe nachzuschauen“, erklärte Matthias Holle den Abbruch.

Während sich die Technik-Crew in den nächsten Tagen mit den Reparatur- und Umbauarbeiten an den Wagen beschäftigt, kümmert sich der Teamchef um die weiteren Fahrerpaarungen. Schließlich soll beim nächsten Lauf auch der zweite neue Civic Type R zum Einsatz kommen. Dazu wird ein Civic Type R der Vorgängergeneration und ein weiterer S2000 auf die Rennstrecke gebracht. Es sind aber noch nicht alle Fahrerplätze vergeben. „Aber in den nächsten 14 Tagen werden wir wohl alle Autos voll haben“, sagte Matthias Holle, der kurz vor dem Abschluss der Verhandlungen steht.

Die Termine stehen fest

Die Termine für die Saison 2007 stehen fest. Neben der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft (VLN) und der Rundstreckenchallenge Nürburgring (ehemals CHC) ist unser Team beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit dabei. Dazu gibt es noch zahlreiche Testtermine.

Alle Termine gibt es hier.

Mathol-Racing formiert sich für die neue Saison

Die Vorbereitungen für das Motorsportjahr 2007 laufen auf Hochtouren. Auch Mathol-Racing formiert sich Stück für Stück. Neben dem Honda S2000 GT sollen weitere Honda-Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Derzeit steht das Team in Verhandlungen mit den neuen Fahrern. Sobald es neue Informationen gibt, werden sie hier veröffentlicht.

 
Mathol Racing GmbH - Tel: 0 64 32 / 91 97 0 - Mail: racing (at) mathol.de