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Erfolgreiche Fehlersuche (27.06.2009 / VLN)
 
     
 

Der fünfte Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft war aus Sicht von Mathol Racing mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu sehen. Ein ordentliches Qualifying beider eingesetzter Fahrzeuge, gute Rundenzeiten und ein Civic, der lief, wie ein Uhrwerk ließen Teamchef Matthias Holle auf der einen Seite strahlen. Auf der anderen Seite bereitete ihm im späteren Rennverlauf der Honda S2000GT Kopfzerbrechen.

Nahezu problemlos verlief das Wochenende für Sebastian Schäfer und Rüdiger Schicht. Das Duo pilotierte den Honda Civic Type R im internen Honda Civic Cup. Für beide ist es die erste vollständige VLN-Saison und der Kampf um die Spitze kein Thema. Vielmehr möchten die ambitionierten Fahrer weiter Erfahrung in dem starken Feld sammeln. Nur zu Rennbeginn musste der Civic nach einem kleinen Techtelmechtel mit einem Konkurrenten – der blaue Clio mit der Startnummer 739 hatte noch starke Probleme, einen funktionierenden Bremspunkt zu finden und nutzte leider die hintere rechte Radaufhängung des Civis als Prellbock – zur schnellen Reparatur an die Box. Danach spulte der Mathol-Civic zuverlässig sein Programm ab und die beiden Piloten erreichten als sechste das Ziel.

Allerdings gab es das Ende gut 20 Minuten früher, als erwartet. Nach einem Wolkenbruch mit Sintflut artigem Regen entschied sich die Rennleitung den Lauf mit der roten Flagge zu beenden. Innerhalb kürzester Zeit waren zahlreiche Fahrzeuge auf ihren Slick-Reifen von der Piste gerutscht. Manche Piloten hielten es wegen der Umstände für sinnvoller, am Streckenrand zu „parken“ und auf etwas trockenere Verhältnisse zu warten, als durch die Fluten abzufliegen. „Die Rennleitung hat absolut richtig gehandelt“, lobte Teamchef Matthias Holle das schnelle Eingreifen der Verantwortlichen.

Zu diesem Zeitpunkt waren Wolfgang Weber und Norbert Bermes allerdings schon längst auf dem Heimweg. Ihr Honda S2000GT musste nach gut einer Stunde in der Box stehen bleiben. „Es ist schade, denn der Speed stimmte einfach“, meinte Weber, „wir können beide ohne ein Risiko einzugehen Top-Zeiten fahren.“ Grund für das frühe Ende waren Kühlprobleme, obwohl die Mannschaft einen deutlich größeren Kühler und einen nahezu vollständig neuen Kreislauf verbaut hatte. Ähnlich, wie im Training des vierten Laufs stieg auch diesmal die Temperatur kontinuierlich an. Bei 120 Grad Wassertemperatur brach die Mannschaft das Rennen ab, um Folgeschäden zu vermeiden.

Direkt am nächsten Tag folgte die Analyse in der heimischen Werkstatt. Nach über 20 Stunden mit Tests, Untersuchungen und Gesprächen mit Experten stand fest: Schuld war ein vor zwei Jahren unglücklich verbauter und falsch designter Ausgleichsbehälter arbeitete nicht richtig. „Er arbeitete als Perlator und mischte ununterbrochen Luft ins Kühlwasser“, erklärte Matthias Holle. Seine Mannschaft hatte den kompletten Kreislauf mit transparenten Silikonschläuchen gebaut und so den Fehler eindeutig gefunden.

„Nach dem endgültigen und vollständigem Neudesign des Kühlsystems sollten nun die Probleme mit Temperatur und Dampfblasen sowie daraus resultierenden Motorschäden endgültig der Vergangenheit angehören“, hofft der Teamchef. Wolfgang Weber freut sich schon auf den längsten Lauf der Langstreckenmeisterschaft: „Wir sind mit unseren Zeiten innerhalb der Klasse absolut siegfähig.“ Am 18. Juli wird sich zeigen, ob die Konkurrenz dem S2000GT etwas entgegen zu setzen hat.

     
 
 
Mathol Racing GmbH - Tel: 0 64 32 / 91 97 0 - Mail: racing (at) mathol.de