„Mit dem Auftakt sind wir alles in allem zufrieden“, Matthias Holle zog nach dem ersten Rennen in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft ein positives Fazit für sein Team Mathol-Racing. Auch wenn der schnellste Honda Civic Type R von Wolfgang Weber und Norbert Bermes bei einem harten Zweikampf das Nachsehen hatte und vierter in der Cup-Klasse wurde, so konnte er mit der Gesamtleistung der neu aufgestellten Mannschaft zufrieden sein. Zumal es für das Duo Weber/Bermes nur ein Gastspiel im Civic war, beim nächsten Mal kommt der neu aufbaute S2000GT zum Einsatz.
„So eng war es im Civic Cup noch nie“, staunte Norbert Bermes nach dem Rennen. Von Beginn an reihten sich die Hondas wie auf einer Perlenkette auf und kämpften Tür an Tür, wie in einem Sprintrennen um die Positionen. Vor allem die ersten vier schenkten sich nichts. Erst, als der Mathol-Honda beim Boxenstopp rund eine Minute verlor, wurde das Quartett etwas entzerrt. „Wir wissen nicht, was los war, aber als Wolfgang den Motor startete, zeigte die Elektronik einen Fehler“, erinnert sich Bermes. Der Civic und sein Bordcomputer musste wieder heruntergefahren und neu gestartet werden. Danach ging alles reibungslos und Weber konnte die Aufholjagd starten.
Bis zur letzten Runde hatte er sich wieder am Dritten vorbeigekämpft, der sich dann auf der Döttinger Höhe in den Windschatten des Mathol-Hondas hängte. Kurz vor der Tiergarten-Schikane kam es dann zu einer kleinen Berührung, Weber musste sein Auto abbremsen und wieder einfangen, während der Konkurrent innen durch schlüpfte. „Die beiden haben ein paar Punkte für die Gesamtmeisterschaft mitgenommen, das war es, was wir wollten“, erklärte Matthias Holle, „die Zähler im Civic-Cup sind zweitrangig.“ Beim nächsten Lauf, am 18. April werden Wolfgang Weber und Norbert Bermes im S2000GT sitzen und den Angriff auf die Gesamtmeisterschaft starten.
Die beiden weiteren Cup-Civics, die Mathol-Racing am Wochenende einsetzte, stellten den Teamchef ebenfalls zufrieden. „Ziel war es, die beiden Autos unbeschadet über die volle Distanz zu bringen und den Fahrern so noch mehr Praxis in der VLN zu geben.“ Auf die Zeiten wurde bei beiden Fahrzeugen nicht geachtet. Dr. Sebastian Schäfer und Doc Chris teilten sich genauso ein Cockpit, wie Michael Imholz, Dirk Cohausz und Rüdiger Schicht. |